Baufortschrittsdokumentation und gestörte Bauabläufe

Vertiefungsseminar für rechtssichere Analyse und Nachtragsbewertung

Bauablaufstörungen besitzen in der Bauwirtschaft oftmals eine außerordentliche Brisanz. Änderungen des Bauentwurfs, Anordnungen von zusätzlichen Leistungen, fehlerhafte oder unvollständige Leistungsbeschreibungen, auftragnehmer- und auftraggeberseitige Falschplanungen und Kalkulationsfehler sowie mangelhaft koordinierte Bauabläufe können zu Verzögerungen führen.
Bauablaufstörungen führen sodann nicht selten zu finanziellen und terminlichen Folgen für Auftragnehmer und Auftraggeber. Treten außerdem Streitigkeiten zwischen den Vertragsparteien auf, steigt der Aufwand nochmals für alle Beteiligten.
Die Aufbereitung der parteilichen Ansprüche infolge von Fristüberschreitungen muss dabei den Anspruchsvoraussetzungen der entsprechenden Rechtsnormen gerecht werden. Dies führt regelmäßig zu baubetrieblichen Aufbereitungsproblemen.
Ein schlüssiger Parteivortrag gelingt häufig nicht. Die Anforderungen der Gerichte an die bauablaufbezogene Darstellung sind dabei keinesfalls überzogen, sondern vielmehr den von den Rechtsnormen vorgegebenen Anspruchsvoraussetzungen geschuldet. 
Die Grundlage für einen Nachweis von Störungssachverhalten und der jeweiligen Auswirkungen auf den vereinbarten Bauablauf ist eine entsprechende Aufbereitungssystematik und das Wissen darüber, welche Kausalitätsfragen zu beantworten sind. Die Darlegung der kausalen Störungsfolgen gelingt, sofern diese entsprechend dokumentiert werden. Eine den Beweisanforderungen genügende Dokumentation liegt allerdings selten vor, da Anforderungen, Umstände und Auswirkungen häufig nicht bzw. erst zu spät erkannt werden. 
 
Das Seminar bietet einerseits einen Überblick über die rechtlichen baubetrieblichen Grundlagen zur Aufbereitung von gestörten Bauabläufen. Darüber hinaus werden die zur Verfügung stehenden Dokumentationsmittel und erforderlichen Dokumentationsdetailgrade, die baubetrieblichen Verfahren der Berechnung der Fristverlängerung/Bauzeitverlängerung und der finanziellen Folgen vorgestellt und gemeinsam vertieft. Mit praktischen Beispielen wird mit den Seminarteilnehmern eine globale Handlungsempfehlung zur Dokumentation, Aufbereitung und Darlegung von gestörten Bauabläufen entwickelt.

Baubetriebliche und baurechtliche Grundlagen
  • Fristen, Termine, Bauablaufpläne
  • Bauablaufstörungen und mögliche Auswirkungen
  • Kausalitätsfragen
  • Grundlagen der Bauablaufdokumentation
  • Anforderungen an die Darlegung von gestörten Bauabläufen
Zielorientierter Einsatz von operativen Dokumentationsmitteln
  • Häufige Problemfelder
  • Zur Verfügung stehende Dokumentationsmittel (klassischer/moderner)
  • Auswahl und (wirtschaftlicher) Einsatz der zur Verfügung stehenden Mittel
Systematische Erfassung und Verfolgung von Störungsereignissen

Praxisorientierte Aufbereitung und Darlegung von Störungssachverhalten und ihren kausalen Auswirkungen
  • Konkrete, bauablaufbezogene Darstellung
  • Darlegungsmethoden und Herausforderungen


Das Seminar richtet sich an alle Baubeteiligten, die mit der Aufstellung und Prüfung Ansprüchen aus gestörten Bauabläufen beschäftigen.


Referent

Prof. Dr.-Ing. Markus Kattenbusch

ö.b.u.v. Sachverständiger

ist Inhaber des Lehrstuhls für Baubetrieb und Bauwirtschaft an der Hochschule Bochum sowie Partner einer Ingenieursozietät für baubetriebliche Fragestellungen, Beratungen und Schlichtung bei Vergütungsstreitigkeiten und Bauablaufstörungen. Herr Prof. Kattenbusch ist von der Ingenieurkammer Bau NRW als Sachverständiger öffentlich bestellt und vereidigt auf dem Fachgebiet „Baupreisermittlung und Abrechnung im Hoch- und Ingenieurbau sowie Bauablaufstörungen“. Darüber hinaus ist er Autor diverser Veröffentlichungen, u.a. Plümecke “Preisermittlung für Bauarbeiten”, Althaus/Bartsch/Kattenbusch: "Nachträge im Bauvertragsrecht" und kommentiert im Leupertz/Preussner/Sienz § 650c BGB. Herr Prof. Kattenbusch ist Vorstandsmitglied des Deutschen Baugerichtstags und leitet den Arbeitskreis Sachverständigenrecht in der deutschen Gesellschaft für Baurecht sowie den Arbeitskreis X Baubetrieb des Deutschen Baugerichtstags.

Referent

Simon Mock

ö.b.u.v. Sachverständiger

ist Beratender Ingenieur und Partner bei KKP Beratende Ingenieure Kuhne Kattenbusch Hennig Partnerschaft mbB in Essen. Die Partnerschaft erbringt baubetriebliche Gutachter- und Sachverständigenleistungen sowie operative Beratungs- und Unterstützungsleistungen, sowohl für die Auftraggeber- wie auch die Auftragnehmerseite insbesondere für: Vertrags- und Nachtragsmanagement, Bauablaufstörungen, Terminplanung und -steuerung, Kostenplanung und -verfolgung, Vergabe von Planungs- und Bauleistungen, Dokumentation und Schriftverkehr sowie Organisation und Management. Ein Tätigkeitsschwerpunkt von Simon Mock liegt in der Aufstellung und Prüfung von komplexen Bauinhalts- und Bauzeitnachträgen. Darüber hinaus ist er Dozent für Baubetriebswirtschaft an der Internationalen Hochschule, Lehrbeauftragter für Baumanagement an der Hochschule Bochum sowie Autor von Veröffentlichungen mit den Schwerpunkten Bauprojektkalkulation und Bauablaufstörungen. Herr Mock ist Mitglied im Deutschen Baugerichtstag, in der Deutschen Gesellschaft für Baurecht, im German Lean Construction Institute – GLCI und der DGA-Bau Deutsche Gesellschaft für Außergerichtliche Streitbeilegung in der Bau- und Immobilienwirtschaft.


Gesamteindruck

(3,7 von 5 Sternen)

Inhalt

(3,5 von 5 Sternen)

Art der Präsentation

(4,5 von 5 Sternen)

Stoffumfang

(4,2 von 5 Sternen)

Seminarunterlagen

(4,7 von 5 Sternen)

Betreuung durch IBR-Seminare

(4,7 von 5 Sternen)

Bauablaufstörungen besitzen in der Bauwirtschaft oftmals eine außerordentliche Brisanz. Änderungen des Bauentwurfs, Anordnungen von zusätzlichen Leistungen, fehlerhafte oder unvollständige Leistungsbeschreibungen, auftragnehmer- und auftraggeberseitige Falschplanungen und Kalkulationsfehler sowie mangelhaft koordinierte Bauabläufe können zu Verzögerungen führen.
Bauablaufstörungen führen sodann nicht selten zu finanziellen und terminlichen Folgen für Auftragnehmer und Auftraggeber. Treten außerdem Streitigkeiten zwischen den Vertragsparteien auf, steigt der Aufwand nochmals für alle Beteiligten.
Die Aufbereitung der parteilichen Ansprüche infolge von Fristüberschreitungen muss dabei den Anspruchsvoraussetzungen der entsprechenden Rechtsnormen gerecht werden. Dies führt regelmäßig zu baubetrieblichen Aufbereitungsproblemen.
Ein schlüssiger Parteivortrag gelingt häufig nicht. Die Anforderungen der Gerichte an die bauablaufbezogene Darstellung sind dabei keinesfalls überzogen, sondern vielmehr den von den Rechtsnormen vorgegebenen Anspruchsvoraussetzungen geschuldet. 
Die Grundlage für einen Nachweis von Störungssachverhalten und der jeweiligen Auswirkungen auf den vereinbarten Bauablauf ist eine entsprechende Aufbereitungssystematik und das Wissen darüber, welche Kausalitätsfragen zu beantworten sind. Die Darlegung der kausalen Störungsfolgen gelingt, sofern diese entsprechend dokumentiert werden. Eine den Beweisanforderungen genügende Dokumentation liegt allerdings selten vor, da Anforderungen, Umstände und Auswirkungen häufig nicht bzw. erst zu spät erkannt werden. 
 
Das Seminar bietet einerseits einen Überblick über die rechtlichen baubetrieblichen Grundlagen zur Aufbereitung von gestörten Bauabläufen. Darüber hinaus werden die zur Verfügung stehenden Dokumentationsmittel und erforderlichen Dokumentationsdetailgrade, die baubetrieblichen Verfahren der Berechnung der Fristverlängerung/Bauzeitverlängerung und der finanziellen Folgen vorgestellt und gemeinsam vertieft. Mit praktischen Beispielen wird mit den Seminarteilnehmern eine globale Handlungsempfehlung zur Dokumentation, Aufbereitung und Darlegung von gestörten Bauabläufen entwickelt.
Baubetriebliche und baurechtliche Grundlagen
  • Fristen, Termine, Bauablaufpläne
  • Bauablaufstörungen und mögliche Auswirkungen
  • Kausalitätsfragen
  • Grundlagen der Bauablaufdokumentation
  • Anforderungen an die Darlegung von gestörten Bauabläufen
Zielorientierter Einsatz von operativen Dokumentationsmitteln
  • Häufige Problemfelder
  • Zur Verfügung stehende Dokumentationsmittel (klassischer/moderner)
  • Auswahl und (wirtschaftlicher) Einsatz der zur Verfügung stehenden Mittel
Systematische Erfassung und Verfolgung von Störungsereignissen

Praxisorientierte Aufbereitung und Darlegung von Störungssachverhalten und ihren kausalen Auswirkungen
  • Konkrete, bauablaufbezogene Darstellung
  • Darlegungsmethoden und Herausforderungen

Das Seminar richtet sich an alle Baubeteiligten, die mit der Aufstellung und Prüfung Ansprüchen aus gestörten Bauabläufen beschäftigen.

Referent

Prof. Dr.-Ing. Markus Kattenbusch

ö.b.u.v. Sachverständiger

ist Inhaber des Lehrstuhls für Baubetrieb und Bauwirtschaft an der Hochschule Bochum sowie Partner einer Ingenieursozietät für baubetriebliche Fragestellungen, Beratungen und Schlichtung bei Vergütungsstreitigkeiten und Bauablaufstörungen. Herr Prof. Kattenbusch ist von der Ingenieurkammer Bau NRW als Sachverständiger öffentlich bestellt und vereidigt auf dem Fachgebiet „Baupreisermittlung und Abrechnung im Hoch- und Ingenieurbau sowie Bauablaufstörungen“. Darüber hinaus ist er Autor diverser Veröffentlichungen, u.a. Plümecke “Preisermittlung für Bauarbeiten”, Althaus/Bartsch/Kattenbusch: "Nachträge im Bauvertragsrecht" und kommentiert im Leupertz/Preussner/Sienz § 650c BGB. Herr Prof. Kattenbusch ist Vorstandsmitglied des Deutschen Baugerichtstags und leitet den Arbeitskreis Sachverständigenrecht in der deutschen Gesellschaft für Baurecht sowie den Arbeitskreis X Baubetrieb des Deutschen Baugerichtstags.

Referent

Simon Mock

ö.b.u.v. Sachverständiger
ist Beratender Ingenieur und Partner bei KKP Beratende Ingenieure Kuhne Kattenbusch Hennig Partnerschaft mbB in Essen. Die Partnerschaft erbringt baubetriebliche Gutachter- und Sachverständigenleistungen sowie operative Beratungs- und Unterstützungsleistungen, sowohl für die Auftraggeber- wie auch die Auftragnehmerseite insbesondere für: Vertrags- und Nachtragsmanagement, Bauablaufstörungen, Terminplanung und -steuerung, Kostenplanung und -verfolgung, Vergabe von Planungs- und Bauleistungen, Dokumentation und Schriftverkehr sowie Organisation und Management. Ein Tätigkeitsschwerpunkt von Simon Mock liegt in der Aufstellung und Prüfung von komplexen Bauinhalts- und Bauzeitnachträgen. Darüber hinaus ist er Dozent für Baubetriebswirtschaft an der Internationalen Hochschule, Lehrbeauftragter für Baumanagement an der Hochschule Bochum sowie Autor von Veröffentlichungen mit den Schwerpunkten Bauprojektkalkulation und Bauablaufstörungen. Herr Mock ist Mitglied im Deutschen Baugerichtstag, in der Deutschen Gesellschaft für Baurecht, im German Lean Construction Institute – GLCI und der DGA-Bau Deutsche Gesellschaft für Außergerichtliche Streitbeilegung in der Bau- und Immobilienwirtschaft.

Gesamteindruck

(3,7 von 5 Sternen)

Inhalt

(3,5 von 5 Sternen)

Art der Präsentation

(4,5 von 5 Sternen)

Stoffumfang

(4,2 von 5 Sternen)

Seminarunterlagen

(4,7 von 5 Sternen)

Betreuung durch IBR-Seminare

(4,7 von 5 Sternen)
Basierend auf 6 Bewertungen

Termine

Datum
Ort
Referenten
Preis
26.10.2026
Mannheim oder Online
Prof. Dr.-Ing. Markus Kattenbusch
Simon Mock

499.00 € (zzgl. MwSt)

Terminart:
Mannheim oder Online
Adresse:
IBR-Seminarzentrum
Heinrich-von-Stephan-Straße 3
68161 Mannheim

09:30 - 11:00 Uhr
11:15 - 12:45 Uhr
13:45 - 15:15 Uhr
15:30 - 17:00 Uhr

Informationen zum Ablauf:
  • Ausführliche Seminarunterlagen in digitaler Form (ca. ein bis zwei Tage vor dem Seminar)
  • Bei Teilnahme vor Ort: Seminargebühr inkl. Mittagessen mit Softgetränk, Snacks, Tagungs- und Pausengetränke
  • Unsere Online- und Hybrid- Seminare werden mit ZOOM durchgeführt. Den entsprechenden Link senden wir Ihnen 2 Tage vor Seminarbeginn zu.
  • Zertifikate werden im Nachgang per E-Mail versandt
  • Nach dem Seminar werden wir Ihnen per E-Mail unseren Fragebogen zukommen lassen. (Wir freuen uns über jede Rückmeldung)
  • Buchen Sie bis zum: 12.10.2026
Plätze frei
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ab 499.00 € (zzgl. MwSt)

(4,2 von 5 Sternen)

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26.10.2026
Mannheim oder Online
Prof. Dr.-Ing. Markus Kattenbusch; Simon Mock
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