Baupreise und Nachträge richtig kalkulieren

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15.12.2026
Für Seminare in Mannheim sowie Online-Seminare | 1. Halbjahr 2027

Mit der Novellierung des Werkvertragsrechts zum 1. Januar 2018 wurde die Urkalkulation als maßgebendes Instrument zur Beurteilung der Angemessenheit von Baupreisen im Rahmen der Nachtragsbearbeitung auch außerhalb der VOB/B eingeführt. Kann man sich bei der Bearbeitung von Nachträgen nunmehr auf die Urkalkulation stützen, so besteht weiterhin häufig Unsicherheit wie auch Unkenntnis über die Angemessenheit der Angebotspreise.  Darüber hinaus sind Architekten wie Fachplaner verpflichtet, im Rahmen der Leistungsphase 7 der HOAI, Angebote auf ihre Wirtschaftlichkeit hin zu überprüfen. Insbesondere die Neufassung der HOAI (HOAI 2013) beinhaltet diesbezüglich einen erweiterten Leistungskatalog. 

Diese neuen Aufgaben und Leistungspflichten wird in der Praxis regelmäßig jedoch nur unzureichend nachgekommen, was erhebliche Haftungsrisiken zur Folge haben kann. Häufig fehlt es in der Baupraxis an hinreichenden Kenntnissen die Wirtschaftlichkeit von Angeboten, Strategien der Preispolitik, Nebenangeboten, Alternativen und Nachträgen bautechnisch, bauverfahrenstechnisch, baubetrieblich und rechtlich methodisch richtig zu prüfen.

Die Zielsetzung dieses Seminares liegt deshalb darin, die erforderlichen Methoden und Verfahren darzulegen und an einer Vielzahl praktischer Beispiele aus Vergabe-, Vertrags-, Änderungs- und Nachtragsmanagement darzustellen.

Die Teilnehmer werden nach Abschluss des Seminares in der Lage sein:

  • Kalkulationen von Baupreisen, Angebote wie Nachträge, prüfen und richtig interpretieren zu können,
  • Wirtschaftlichkeitsberechnungen des Hoch- und Tiefbaus sicher durchführen,
  • Preisunterschiede in Angeboten, die sich nicht im Angebotspreis niederschlagen identifizieren,
  • Wirtschaftlichkeitsrisiken aus Spekulationsangeboten erkennen und Finanzierungsmodelle beurteilen zu können.

  1. Einführung in die Erstellung von Angeboten (Arbeitsvorbereitung und Kalkulation)
  2. Verfahren der Kalkulation und der Wirtschaftlichkeitsberechnung
    • Bauauftragskalkulation
    • Zielkostenplanung
  3. Kosten im Bauwesen (DIN 276, DIN 18960)
  4. Datengrundlagen (Aufwandswerte, Kalkulationsansätze)
  5. Benchmarks
  6. Beispiele
    • Hoch- und Tiefbau
    • Urkalkulation und Formblätter 221ff. (VHB)
    • Kostenunterschiede, die sich nicht im Angebotspreis darstellen – Preispolitik und Vergütungsstrategien des Bieters
      • Preisgleitklauseln
      • Baustelleneinrichtungspreis überhöht
      • Frühere Teilleistungen teurer als spätere
      • Preisnachlaß erst bei Schlußzahlung fällig
      • Vorauszahlungen
      • Änderungen der Ausführungsfristen
      • Eventualpositionen
      • Alternativangebote - Vergleichbarkeit
      • Weitere Beispiele der Preispolitik des Bieters
    • Wirtschaftlichkeitsrisiken aus Spekulationsangeboten
    • Prüfung von Nachträgen dem Grunde und der Höhe nach
      • Ur-, Vertrags- und Arbeitskalkulation
      • Nachweis der tatsächlichen Kosten
    • Der gestörte Bauablauf
    • Vergleichs- und Erfahrungswerte
    • Sonderfälle

 



Das Seminar ist konzipiert für Architekten, Ingenieure, Projektsteuerer/-manager, Kaufleute, Juristen, Bauleiter und Mitarbeiter von Rechnungsprüfungsämtern.



Referent

Dipl.-Ing. (FH) Andreas Thiele

ö.b.u.v. Sachverständiger

ist Bauingenieur und von der IHK München und Oberbayern ö.b.u.v. Sachverständiger für Baupreisermittlung und Abrechnung im Hoch- und Ingenieurbau. Er ist seit 2005 freiberuflich in der Baubetriebsberatung sowie dem Vergütungsmanagement tätig. Zuvor war er 12 Jahre lang bauleitend in den Gewerken des Straßen-, Tief-, Kanal-, Erdbaus, des Garten- und Landschaftsbaus sowie der Umwelttechnik und des Spezialtiefbaus aktiv. Während der letzten beiden Jahre seiner Bauleitertätigkeit hatte er in einem mittelständischen Straßenbauunternehmen neben der Bauleitung eine Stabsstelle inne, die sich vornehmlich mit der monetären Bauvertragsabwicklung nach den §§ 2 und 8 der VOB/B sowie den gestörten Bauabläufen nach § 642 BGB beschäftigte. Herr Thiele ist u. a. ständiger Referent bei der Bayerischen Bauakademie in Feuchtwangen und der Bayerischen Ingenieurekammer Bau in München. Darüber hinaus gibt er hausinterne Seminare in Bauunternehmen und bei der öffentlichen Hand. Dabei werden die täglichen Herausforderungen auf der Baustelle individuell aufgegriffen und praxisnah er- und geklärt.


Mit der Novellierung des Werkvertragsrechts zum 1. Januar 2018 wurde die Urkalkulation als maßgebendes Instrument zur Beurteilung der Angemessenheit von Baupreisen im Rahmen der Nachtragsbearbeitung auch außerhalb der VOB/B eingeführt. Kann man sich bei der Bearbeitung von Nachträgen nunmehr auf die Urkalkulation stützen, so besteht weiterhin häufig Unsicherheit wie auch Unkenntnis über die Angemessenheit der Angebotspreise.  Darüber hinaus sind Architekten wie Fachplaner verpflichtet, im Rahmen der Leistungsphase 7 der HOAI, Angebote auf ihre Wirtschaftlichkeit hin zu überprüfen. Insbesondere die Neufassung der HOAI (HOAI 2013) beinhaltet diesbezüglich einen erweiterten Leistungskatalog. 

Diese neuen Aufgaben und Leistungspflichten wird in der Praxis regelmäßig jedoch nur unzureichend nachgekommen, was erhebliche Haftungsrisiken zur Folge haben kann. Häufig fehlt es in der Baupraxis an hinreichenden Kenntnissen die Wirtschaftlichkeit von Angeboten, Strategien der Preispolitik, Nebenangeboten, Alternativen und Nachträgen bautechnisch, bauverfahrenstechnisch, baubetrieblich und rechtlich methodisch richtig zu prüfen.

Die Zielsetzung dieses Seminares liegt deshalb darin, die erforderlichen Methoden und Verfahren darzulegen und an einer Vielzahl praktischer Beispiele aus Vergabe-, Vertrags-, Änderungs- und Nachtragsmanagement darzustellen.

Die Teilnehmer werden nach Abschluss des Seminares in der Lage sein:

  • Kalkulationen von Baupreisen, Angebote wie Nachträge, prüfen und richtig interpretieren zu können,
  • Wirtschaftlichkeitsberechnungen des Hoch- und Tiefbaus sicher durchführen,
  • Preisunterschiede in Angeboten, die sich nicht im Angebotspreis niederschlagen identifizieren,
  • Wirtschaftlichkeitsrisiken aus Spekulationsangeboten erkennen und Finanzierungsmodelle beurteilen zu können.
  1. Einführung in die Erstellung von Angeboten (Arbeitsvorbereitung und Kalkulation)
  2. Verfahren der Kalkulation und der Wirtschaftlichkeitsberechnung
    • Bauauftragskalkulation
    • Zielkostenplanung
  3. Kosten im Bauwesen (DIN 276, DIN 18960)
  4. Datengrundlagen (Aufwandswerte, Kalkulationsansätze)
  5. Benchmarks
  6. Beispiele
    • Hoch- und Tiefbau
    • Urkalkulation und Formblätter 221ff. (VHB)
    • Kostenunterschiede, die sich nicht im Angebotspreis darstellen – Preispolitik und Vergütungsstrategien des Bieters
      • Preisgleitklauseln
      • Baustelleneinrichtungspreis überhöht
      • Frühere Teilleistungen teurer als spätere
      • Preisnachlaß erst bei Schlußzahlung fällig
      • Vorauszahlungen
      • Änderungen der Ausführungsfristen
      • Eventualpositionen
      • Alternativangebote - Vergleichbarkeit
      • Weitere Beispiele der Preispolitik des Bieters
    • Wirtschaftlichkeitsrisiken aus Spekulationsangeboten
    • Prüfung von Nachträgen dem Grunde und der Höhe nach
      • Ur-, Vertrags- und Arbeitskalkulation
      • Nachweis der tatsächlichen Kosten
    • Der gestörte Bauablauf
    • Vergleichs- und Erfahrungswerte
    • Sonderfälle

 

Das Seminar ist konzipiert für Architekten, Ingenieure, Projektsteuerer/-manager, Kaufleute, Juristen, Bauleiter und Mitarbeiter von Rechnungsprüfungsämtern.

Referent

Dipl.-Ing. (FH) Andreas Thiele

ö.b.u.v. Sachverständiger

ist Bauingenieur und von der IHK München und Oberbayern ö.b.u.v. Sachverständiger für Baupreisermittlung und Abrechnung im Hoch- und Ingenieurbau. Er ist seit 2005 freiberuflich in der Baubetriebsberatung sowie dem Vergütungsmanagement tätig. Zuvor war er 12 Jahre lang bauleitend in den Gewerken des Straßen-, Tief-, Kanal-, Erdbaus, des Garten- und Landschaftsbaus sowie der Umwelttechnik und des Spezialtiefbaus aktiv. Während der letzten beiden Jahre seiner Bauleitertätigkeit hatte er in einem mittelständischen Straßenbauunternehmen neben der Bauleitung eine Stabsstelle inne, die sich vornehmlich mit der monetären Bauvertragsabwicklung nach den §§ 2 und 8 der VOB/B sowie den gestörten Bauabläufen nach § 642 BGB beschäftigte. Herr Thiele ist u. a. ständiger Referent bei der Bayerischen Bauakademie in Feuchtwangen und der Bayerischen Ingenieurekammer Bau in München. Darüber hinaus gibt er hausinterne Seminare in Bauunternehmen und bei der öffentlichen Hand. Dabei werden die täglichen Herausforderungen auf der Baustelle individuell aufgegriffen und praxisnah er- und geklärt.

Gesamteindruck

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Inhalt

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Art der Präsentation

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Stoffumfang

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Seminarunterlagen

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Betreuung durch IBR-Seminare

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