Beschaffungspraxis und Vergaberecht

Tipps und Tricks zum neuen Unter- und Oberschwellenvergaberecht

Das Seminar folgt dem Ablauf einer Beschaffung über die Bedarfsermittlung und die Auswahl des Vergabeverfahrens, die Formulierung der Vergabeunterlagen bis zur Zuschlagsentscheidung. Dabei werden die wesentlichen Knackpunkte des Unter- und Oberschwellenvergaberechts aufgezeigt. Auf relevante aktuelle Änderungen durch Gesetzgeber und Rechtsprechung und ihre Wirkungen für Beschaffungspraxis und Rechtsschutz wird hingewiesen. Beispielsweise wird auf die praktischen Auswirkungen der Entscheidung des EuGH zur HOAI und auf die Konjunkturfördermaßnahmen wegen der Corona-Pandemie eingegangen.

Verständlichkeit und Praxisnähe sind Maßstab der Veranstaltung. Zahlreiche Beispiele und Praxistipps lockern die Darstellung auf und erleichtern es, Fragen zu stellen.
  1. Prinzipien
    • Rechtsgrundlagen (EU-Recht, GWB, VgV, UVgO, VOL/A, Landesvergabegesetze, z.B. TVgG NRW, Haushaltsrecht, Erlasse etc.)
    • Prinzipien (Wirtschaftlichkeit, Gleichbehandlung, Transparenz, Wettbewerb, Verhältnismäßigkeit und Wirtschaftlichkeit) und Binnenmarkttransparenz 
    • Schätzungen des Auftragswerts, insbesondere zum „funktionalen Zusammenhang“ und dem Zusammentreffen von Bau- und Planungsleistungen
  2. Freistellungen 
    • Vertrags- und Auftragsänderungen, Nachträge sowie Change-Requests: Was führt zu neuen Ausschreibungspflichten, was bleibt/wird freigestellt?
    • Soziale und besondere Dienstleistungen sowie freiberufliche Leistungen: Welche Privilegierungen und Verfahrenserleichterungen gibt es?
    • Auswirkungen der EuGH-Entscheidung zur HOAI auf die Vergabe freiberuflicher Leistungen
    • Konjunkturfördermaßnahmen wegen der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf die Beschaffungspraxis
  3. Vergabeverfahren 
    • Markterkundung und Leistungsbestimmungsrecht
    • Wahl der Verfahrensart und Ablauf der Verfahren
    • e-Vergabe in der Beschaffungspraxis 
  4. Vergabeunterlagen 
    • Leistungsbestimmungsrecht vs. Produkt- und Markenneutralität
    • Besonderheiten bei Rahmenverträgen (z.B. Umgang mit unklaren Mengen und Massen; Konditionen- und Katalogverträge)
    • Zulässige Eignungskriterien und Nachweise; Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) 
  5. Wertung, Ausschluss und Aufhebung
    • Ausschlusstatbestände: „Schlechtleister“ und Selbstreinigung
    • Interessenkonflikte und wettbewerbsbeschränkende Verhaltensweisen
    • Nachreichen von fehlenden und fehlerhaften Unterlagen
    • „Schulnoten“-Rechtsprechung
    • Neue Preismodelle für HOAI-Leistungen nach der EuGH-Entscheidung
    • Ablauf der Wertung; Wertungsspielraum des Auftraggebers
  6. Umgang mit Preissteigerungen und Preisgleitklauseln


Tipps und Tricks zu Beschaffungsverfahren und vergaberechtlichen Neuerungen sowie der aktuellen Rechtsprechung erleichtern Beschaffungspraktikern die Durchführung von Beschaffungsverfahren. Neueinsteiger erhalten einen Überblick über wesentliche Weichenstellungen des Vergabeverfahrens auf dem neuesten Stand.

ist einer von Deutschlands erfahrensten Vergabeexperten mit über 20 Jahren Erfahrung. Er ist Professor für Staats- und Europarecht an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW (Bielefeld). Zuvor hat Prof. Dr. Zeiss als Referent am Bundesministerium der Justiz u. a. vergabe- und kartellrechtliche Gesetzgebungsverfahren des Bundes begleitet. Die Beschaffungspraxis kennt Herr Prof. Zeiss aus seiner mehrjährigen Tätigkeit als Rechtsanwalt, Richter und Of Counsel (u. a. Bonn, Marburg, Leipzig). Er hat als externe Beschaffungsstelle Vergabeunterlagen entwickelt und bundesweit Vergabeverfahren (z. B. betreffend Arzneimittel, IT, Bau, ÖPNV, Abfallentsorgung) durchgeführt sowie in Vergabenachprüfungsverfahren für die Interessen seiner Mandanten gestritten. Herr Prof. Dr. Zeiss ist Herausgeber und Autor vergaberechtlicher Standardnachschlagewerke (z. B. juris-Praxiskommentar Vergaberecht, 5. Aufl. - u.a. zur UVgO, Sichere Vergabe unterhalb der Schwellenwerte) und Mitherausgeber der Zeitschrift VPR Vergabepraxis & -recht.


Gesamteindruck

(4,2 von 5 Sternen)

Inhalt

(4,3 von 5 Sternen)

Art der Präsentation

(4,7 von 5 Sternen)

Stoffumfang

(3,3 von 5 Sternen)

Seminarunterlagen

(4,3 von 5 Sternen)

Betreuung durch IBR-Seminare

(4,3 von 5 Sternen)
Basierend auf 6 Bewertungen

Das Seminar folgt dem Ablauf einer Beschaffung über die Bedarfsermittlung und die Auswahl des Vergabeverfahrens, die Formulierung der Vergabeunterlagen bis zur Zuschlagsentscheidung. Dabei werden die wesentlichen Knackpunkte des Unter- und Oberschwellenvergaberechts aufgezeigt. Auf relevante aktuelle Änderungen durch Gesetzgeber und Rechtsprechung und ihre Wirkungen für Beschaffungspraxis und Rechtsschutz wird hingewiesen. Beispielsweise wird auf die praktischen Auswirkungen der Entscheidung des EuGH zur HOAI und auf die Konjunkturfördermaßnahmen wegen der Corona-Pandemie eingegangen.

Verständlichkeit und Praxisnähe sind Maßstab der Veranstaltung. Zahlreiche Beispiele und Praxistipps lockern die Darstellung auf und erleichtern es, Fragen zu stellen.
  1. Prinzipien
    • Rechtsgrundlagen (EU-Recht, GWB, VgV, UVgO, VOL/A, Landesvergabegesetze, z.B. TVgG NRW, Haushaltsrecht, Erlasse etc.)
    • Prinzipien (Wirtschaftlichkeit, Gleichbehandlung, Transparenz, Wettbewerb, Verhältnismäßigkeit und Wirtschaftlichkeit) und Binnenmarkttransparenz 
    • Schätzungen des Auftragswerts, insbesondere zum „funktionalen Zusammenhang“ und dem Zusammentreffen von Bau- und Planungsleistungen
  2. Freistellungen 
    • Vertrags- und Auftragsänderungen, Nachträge sowie Change-Requests: Was führt zu neuen Ausschreibungspflichten, was bleibt/wird freigestellt?
    • Soziale und besondere Dienstleistungen sowie freiberufliche Leistungen: Welche Privilegierungen und Verfahrenserleichterungen gibt es?
    • Auswirkungen der EuGH-Entscheidung zur HOAI auf die Vergabe freiberuflicher Leistungen
    • Konjunkturfördermaßnahmen wegen der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf die Beschaffungspraxis
  3. Vergabeverfahren 
    • Markterkundung und Leistungsbestimmungsrecht
    • Wahl der Verfahrensart und Ablauf der Verfahren
    • e-Vergabe in der Beschaffungspraxis 
  4. Vergabeunterlagen 
    • Leistungsbestimmungsrecht vs. Produkt- und Markenneutralität
    • Besonderheiten bei Rahmenverträgen (z.B. Umgang mit unklaren Mengen und Massen; Konditionen- und Katalogverträge)
    • Zulässige Eignungskriterien und Nachweise; Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) 
  5. Wertung, Ausschluss und Aufhebung
    • Ausschlusstatbestände: „Schlechtleister“ und Selbstreinigung
    • Interessenkonflikte und wettbewerbsbeschränkende Verhaltensweisen
    • Nachreichen von fehlenden und fehlerhaften Unterlagen
    • „Schulnoten“-Rechtsprechung
    • Neue Preismodelle für HOAI-Leistungen nach der EuGH-Entscheidung
    • Ablauf der Wertung; Wertungsspielraum des Auftraggebers
  6. Umgang mit Preissteigerungen und Preisgleitklauseln

Tipps und Tricks zu Beschaffungsverfahren und vergaberechtlichen Neuerungen sowie der aktuellen Rechtsprechung erleichtern Beschaffungspraktikern die Durchführung von Beschaffungsverfahren. Neueinsteiger erhalten einen Überblick über wesentliche Weichenstellungen des Vergabeverfahrens auf dem neuesten Stand.

Referent

Prof. Dr. Christopher Zeiss

ist einer von Deutschlands erfahrensten Vergabeexperten mit über 20 Jahren Erfahrung. Er ist Professor für Staats- und Europarecht an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW (Bielefeld). Zuvor hat Prof. Dr. Zeiss als Referent am Bundesministerium der Justiz u. a. vergabe- und kartellrechtliche Gesetzgebungsverfahren des Bundes begleitet. Die Beschaffungspraxis kennt Herr Prof. Zeiss aus seiner mehrjährigen Tätigkeit als Rechtsanwalt, Richter und Of Counsel (u. a. Bonn, Marburg, Leipzig). Er hat als externe Beschaffungsstelle Vergabeunterlagen entwickelt und bundesweit Vergabeverfahren (z. B. betreffend Arzneimittel, IT, Bau, ÖPNV, Abfallentsorgung) durchgeführt sowie in Vergabenachprüfungsverfahren für die Interessen seiner Mandanten gestritten. Herr Prof. Dr. Zeiss ist Herausgeber und Autor vergaberechtlicher Standardnachschlagewerke (z. B. juris-Praxiskommentar Vergaberecht, 5. Aufl. - u.a. zur UVgO, Sichere Vergabe unterhalb der Schwellenwerte) und Mitherausgeber der Zeitschrift VPR Vergabepraxis & -recht.

Gesamteindruck

(4,2 von 5 Sternen)

Inhalt

(4,3 von 5 Sternen)

Art der Präsentation

(4,7 von 5 Sternen)

Stoffumfang

(3,3 von 5 Sternen)

Seminarunterlagen

(4,3 von 5 Sternen)

Betreuung durch IBR-Seminare

(4,3 von 5 Sternen)
Basierend auf 6 Bewertungen

Termine

Datum
Ort
Referenten
Preis
27.11.2026
Online
Prof. Dr. Christopher Zeiss

439.00 € (zzgl. MwSt)

Terminart:
Online
Software:
ZOOM

09:30 - 11:00 Uhr
11:00 - 11:15 Uhr
Kaffeepause
11:15 - 12:45 Uhr
12:45 - 13:45 Uhr
Mittagspause
13:45 - 15:15 Uhr
15:15 - 15:30 Uhr
Kaffeepause
15:30 - 17:00 Uhr

Informationen zum Ablauf:
  • Ausführliche Seminarunterlagen in digitaler Form (ca. ein bis zwei Tage vor dem Seminar)
  • Unsere Online- und Hybrid- Seminare werden mit ZOOM durchgeführt. Den entsprechenden Link senden wir Ihnen 2 Tage vor Seminarbeginn zu.
  • Zertifikate werden im Nachgang per E-Mail versandt
  • Nach dem Seminar werden wir Ihnen per E-Mail unseren Fragebogen zukommen lassen. (Wir freuen uns über jede Rückmeldung)
  • Buchen Sie bis zum: 13.11.2026
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