Crashkurs Vergaberecht

Von der Beschaffungsentscheidung über die Dokumentation bis zur Zuschlagserteilung im Liefer-, Dienstleistungs- und BaubereichDer sichere Weg zum richtigen Vertragspartner

Kaum ein Rechtsgebiet befindet sich so im Wandel wie das Vergaberecht und hat so viele Fallstricke. Gleichzeitig bestehen im formalen Korsett des Vergaberechts für die Vergabestellen nicht unerhebliche Gestaltungsspielräume. So regelt das Vergaberecht beispielsweise nicht, was der Auftraggeber zu beschaffen hat, wann Bieter als geeignet anzusehen sind und anhand welcher Kriterien mit welchem Gewicht das zu beauftragende Angebot auszuwählen ist. 

Das Seminar gibt einen umfassenden Überblick über die rechtssichere Durchführung von Vergabeverfahren im Liefer-, Dienstleistungs- und Baubereich. Es verschafft dem Einsteiger in das Vergaberecht einen profunden Überblick über die Rechtsmaterie. Zugleich dient es dem Beschaffungsprofi, der bereits in den verschiedenen Vergabeordnungen "zu Hause" ist, als strukturiertes Update. Nur wer den aktuellen formalen Rahmen, aber auch die bestehenden Gestaltungsspielräume, typische Fehlerquellen und die Möglichkeiten zur Fehlerheilung im laufenden Verfahren kennt, kann Beschaffungsverfahren zielgerichtet und zeitnah zum Abschluss bringen. Das Seminar vermittelt das nötige Rüstzeug und zeigt die bestehenden Möglichkeiten und Grenzen praxisgerecht auf.
  1. EU-Vergaberecht und nationales Haushaltsrecht:
    • Vergabegrundsätze; EU-Vergaberichtlinien, nationales Kartellvergaberecht, nationales Haushaltsrecht; Ausschreibungspflichten im Unter- und Oberschwellenbereich, insbesondere Ausschreibungspflichten für Subventionsempfänger; anzuwendende Vergabeordnungen für Liefer-, Dienst- (insbesondere Planungs-) und Bauleistungen; Ausschreibungspflicht von Vertragsänderungen und Vertragsverlängerungen, Optionsrechte
  2. Vergabevorbereitung:
    • Beschaffungsstrukturierung; Vorbereitung des Vergabeverfahrens; Festlegung sinnvoller Eignungsanforderungen; Machbarkeitsstudien, Marktübersicht, Kostenschätzung; Schwellenwertberechnung; Leistungsbeschreibung und Vertragsgestaltung; Leistungsbestimmungsrecht/produktneutrale Ausschreibung; Ausschreibungsvarianten und Nebenangebote
  3. Durchführung des Vergabeverfahrens im offenen und nicht offenen Verfahren:
    • Vergabebekanntmachung; Bekanntmachungsmedien, elektronische Vergabe; Anforderungen an Bietergemeinschaften; Umgang mit vorgefassten Bietern; Wertung, Zuschlagserteilung und Dokumentation
  4. Prüfung und Wertung der Angebote:
    • Nachforderung von fehlenden Unterlagen; zulässige Aufklärung, Bietergespräche und Nachverhandlungen; Spekulationsangebote; Dokumentationspflichten des Auftraggebers
  5. Zuschlagsentscheidung, Aufhebung oder Rückversetzung des Verfahrens:
    • Voraussetzungen einer sanktionslosen Aufhebung; Voraussetzungen und Grenzen einer Fehlerheilung durch Rückversetzung
  6. Durchführung des Vergabeverfahrens im Verhandlungsverfahren, insbesondere nach dem 6. Abschnitt der VgV:
    • Durchführung des Teilnehmerwettbewerbs; Durchführung der Wertung
  7. Bieterrechte im Vergabeverfahren:
    • Primärrechtsschutz unter- und oberhalb der Schwellenwerte; Schadensersatzansprüche übergangener Bieter


Der Lehrgang wendet sich an Leiter, leitende Mitarbeiter und Sachbearbeiter, die mit der Vergabe öffentlicher Aufträge befasst sind, und zwar bei "klassischen" öffentlichen Auftraggebern wie Bund, Ländern, Kreisen und Gemeinden. Er wendet sich insbesondere auch an diejenigen öffentlichen Auftraggeber, die im Rahmen von subventionierten Vorhaben verpflichtet sind, das Vergaberecht anzuwenden, wie Krankenhausgesellschaften oder gemischt wirtschaftliche Gesellschaften.

Referent

Gerald Webeler

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Vergaberecht, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht

ist Inhaber der Kanzlei Webeler Rechtsanwälte, die auf das Vergabe-, Bau- und Architektenrecht spezialisiert ist. Er war zunächst Syndikusanwalt der Hochtief AG. In seiner mehr als 20-jährigen Tätigkeit als Rechtsanwalt begleitet und gestaltet Herr Webeler Vergabeverfahren von Bau-, Liefer- und Dienstleistungen. Er vertritt seine Mandanten regelmäßig in Nachprüfungsverfahren. Herr Webeler ist Mitautor des juris-Praxiskommentars Vergaberecht und Mitherausgeber des Praxishandbuchs "Vergabe von Planungsleistungen".

Referent

Dr. Henning Bode

Leitender Regierungsdirektor

ist Justitiar und stellvertretender Leiter des Amts für Bundesbau und dort seit 2002 u. a. mit allen Fragen des Vergaberechts befasst. Von April 2009 bis April 2014 war er zudem hauptamtlicher Beisitzer der Vergabekammer des Landes Rheinland-Pfalz. Herr Dr. Bode ist Autor verschiedener Aufsätze und Beiträge zum Vergaberecht und gibt seit 2007 Seminare in diesem Rechtsgebiet. Er ist ständiger Mitarbeiter der Zeitschriften "IBR Immobilien- & Baurecht" und "VPR Vergabepraxis & -recht".


Gesamteindruck

(4,2 von 5 Sternen)

Inhalt

(4,3 von 5 Sternen)

Art der Präsentation

(3,9 von 5 Sternen)

Stoffumfang

(3,8 von 5 Sternen)

Seminarunterlagen

(4,2 von 5 Sternen)

Betreuung durch IBR-Seminare

(4,8 von 5 Sternen)
Basierend auf 22 Bewertungen

Kaum ein Rechtsgebiet befindet sich so im Wandel wie das Vergaberecht und hat so viele Fallstricke. Gleichzeitig bestehen im formalen Korsett des Vergaberechts für die Vergabestellen nicht unerhebliche Gestaltungsspielräume. So regelt das Vergaberecht beispielsweise nicht, was der Auftraggeber zu beschaffen hat, wann Bieter als geeignet anzusehen sind und anhand welcher Kriterien mit welchem Gewicht das zu beauftragende Angebot auszuwählen ist. 

Das Seminar gibt einen umfassenden Überblick über die rechtssichere Durchführung von Vergabeverfahren im Liefer-, Dienstleistungs- und Baubereich. Es verschafft dem Einsteiger in das Vergaberecht einen profunden Überblick über die Rechtsmaterie. Zugleich dient es dem Beschaffungsprofi, der bereits in den verschiedenen Vergabeordnungen "zu Hause" ist, als strukturiertes Update. Nur wer den aktuellen formalen Rahmen, aber auch die bestehenden Gestaltungsspielräume, typische Fehlerquellen und die Möglichkeiten zur Fehlerheilung im laufenden Verfahren kennt, kann Beschaffungsverfahren zielgerichtet und zeitnah zum Abschluss bringen. Das Seminar vermittelt das nötige Rüstzeug und zeigt die bestehenden Möglichkeiten und Grenzen praxisgerecht auf.
  1. EU-Vergaberecht und nationales Haushaltsrecht:
    • Vergabegrundsätze; EU-Vergaberichtlinien, nationales Kartellvergaberecht, nationales Haushaltsrecht; Ausschreibungspflichten im Unter- und Oberschwellenbereich, insbesondere Ausschreibungspflichten für Subventionsempfänger; anzuwendende Vergabeordnungen für Liefer-, Dienst- (insbesondere Planungs-) und Bauleistungen; Ausschreibungspflicht von Vertragsänderungen und Vertragsverlängerungen, Optionsrechte
  2. Vergabevorbereitung:
    • Beschaffungsstrukturierung; Vorbereitung des Vergabeverfahrens; Festlegung sinnvoller Eignungsanforderungen; Machbarkeitsstudien, Marktübersicht, Kostenschätzung; Schwellenwertberechnung; Leistungsbeschreibung und Vertragsgestaltung; Leistungsbestimmungsrecht/produktneutrale Ausschreibung; Ausschreibungsvarianten und Nebenangebote
  3. Durchführung des Vergabeverfahrens im offenen und nicht offenen Verfahren:
    • Vergabebekanntmachung; Bekanntmachungsmedien, elektronische Vergabe; Anforderungen an Bietergemeinschaften; Umgang mit vorgefassten Bietern; Wertung, Zuschlagserteilung und Dokumentation
  4. Prüfung und Wertung der Angebote:
    • Nachforderung von fehlenden Unterlagen; zulässige Aufklärung, Bietergespräche und Nachverhandlungen; Spekulationsangebote; Dokumentationspflichten des Auftraggebers
  5. Zuschlagsentscheidung, Aufhebung oder Rückversetzung des Verfahrens:
    • Voraussetzungen einer sanktionslosen Aufhebung; Voraussetzungen und Grenzen einer Fehlerheilung durch Rückversetzung
  6. Durchführung des Vergabeverfahrens im Verhandlungsverfahren, insbesondere nach dem 6. Abschnitt der VgV:
    • Durchführung des Teilnehmerwettbewerbs; Durchführung der Wertung
  7. Bieterrechte im Vergabeverfahren:
    • Primärrechtsschutz unter- und oberhalb der Schwellenwerte; Schadensersatzansprüche übergangener Bieter

Der Lehrgang wendet sich an Leiter, leitende Mitarbeiter und Sachbearbeiter, die mit der Vergabe öffentlicher Aufträge befasst sind, und zwar bei "klassischen" öffentlichen Auftraggebern wie Bund, Ländern, Kreisen und Gemeinden. Er wendet sich insbesondere auch an diejenigen öffentlichen Auftraggeber, die im Rahmen von subventionierten Vorhaben verpflichtet sind, das Vergaberecht anzuwenden, wie Krankenhausgesellschaften oder gemischt wirtschaftliche Gesellschaften.

Referent

Gerald Webeler

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Vergaberecht, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht
ist Inhaber der Kanzlei Webeler Rechtsanwälte, die auf das Vergabe-, Bau- und Architektenrecht spezialisiert ist. Er war zunächst Syndikusanwalt der Hochtief AG. In seiner mehr als 20-jährigen Tätigkeit als Rechtsanwalt begleitet und gestaltet Herr Webeler Vergabeverfahren von Bau-, Liefer- und Dienstleistungen. Er vertritt seine Mandanten regelmäßig in Nachprüfungsverfahren. Herr Webeler ist Mitautor des juris-Praxiskommentars Vergaberecht und Mitherausgeber des Praxishandbuchs "Vergabe von Planungsleistungen".
Referent

Dr. Henning Bode

Leitender Regierungsdirektor
ist Justitiar und stellvertretender Leiter des Amts für Bundesbau und dort seit 2002 u. a. mit allen Fragen des Vergaberechts befasst. Von April 2009 bis April 2014 war er zudem hauptamtlicher Beisitzer der Vergabekammer des Landes Rheinland-Pfalz. Herr Dr. Bode ist Autor verschiedener Aufsätze und Beiträge zum Vergaberecht und gibt seit 2007 Seminare in diesem Rechtsgebiet. Er ist ständiger Mitarbeiter der Zeitschriften "IBR Immobilien- & Baurecht" und "VPR Vergabepraxis & -recht".

Gesamteindruck

(4,2 von 5 Sternen)

Inhalt

(4,3 von 5 Sternen)

Art der Präsentation

(3,9 von 5 Sternen)

Stoffumfang

(3,8 von 5 Sternen)

Seminarunterlagen

(4,2 von 5 Sternen)

Betreuung durch IBR-Seminare

(4,8 von 5 Sternen)
Basierend auf 22 Bewertungen

Termine

Datum
Ort
Referenten
Preis
23.11.2026
Mannheim oder Online
Gerald Webeler
Dr. Henning Bode

759.00 € (zzgl. MwSt)

Terminart:
Mannheim oder Online
Adresse:
IBR-Seminarzentrum
Heinrich-von-Stephan-Straße 3
68161 Mannheim
Zeitraum:
23.11 - 24.11.2026

09:30 - 11:00 Uhr
11:00 - 11:15 Uhr
Kaffeepause
11:15 - 12:45 Uhr
12:45 - 13:45 Uhr
Mittagspause
13:45 - 15:15 Uhr
15:15 - 15:30 Uhr
Kaffeepause
15:30 - 17:00 Uhr

09:30 - 11:00 Uhr
11:00 - 11:15 Uhr
Kaffeepause
11:15 - 12:45 Uhr
12:45 - 13:45 Uhr
Mittagspause
13:45 - 15:15 Uhr

Informationen zum Ablauf:
  • Ausführliche Seminarunterlagen in digitaler Form (ca. ein bis zwei Tage vor dem Seminar)
  • Bei Teilnahme vor Ort: Seminargebühr inkl. Mittagessen mit Softgetränk, Snacks, Tagungs- und Pausengetränke
  • Unsere Online- und Hybrid- Seminare werden mit ZOOM durchgeführt. Den entsprechenden Link senden wir Ihnen 2 Tage vor Seminarbeginn zu.
  • Zertifikate werden im Nachgang per E-Mail versandt
  • Nach dem Seminar werden wir Ihnen per E-Mail unseren Fragebogen zukommen lassen. (Wir freuen uns über jede Rückmeldung)
  • Buchen Sie bis zum: 09.11.2026
Plätze frei
Noch weniger als die Hälfte der Plätze frei
Nur noch wenige Plätze frei

Teilnehmende buchten auch

  • img
ab 759.00 € (zzgl. MwSt)

(4,3 von 5 Sternen)

Datum
Ort
Referenten
23.11.2026
Mannheim oder Online
Gerald Webeler; Dr. Henning Bode
Weitere Informationen

Warteliste

Hinterlegen Sie Ihre E-Mail-Adresse und wir informieren Sie, sobald ein neuer Termin verfügbar ist:

Inhouse-Schulungen

Gerne führen wir für Sie alle unsere Seminare in angepasster Form auch als Inhouse-Schulung durch

Inhouse-Schulung anfragen