Der Modulbauvertrag

Rechtliche Rahmenbedingungen und Gestaltungsmöglichkeiten

Die Vorfertigung von Teilen des Bauwerks und deren anschließender Transport auf die Baustelle („Modulbau“; „Fertighaus“), ist einer der am stärksten wachsenden Trends in der modernen Bauwirtschaft. Sie erlaubt die kontrollierte und witterungsunabhängige Produktion von Teilen des Werks, wodurch die Gefahr von Behinderungen und Verzögerungen verringert und die Bauzeit reduziert wird. Die Herstellung des Werks außerhalb der Baustelle führt zu rechtlichen Besonderheiten im Rahmen der Vertragsgestaltung. Zunächst stellt sich die Frage nach der Einordnung des Vertrags als Kauf-, Werklieferungs-. Werk-, Bau- oder Verbraucherbauvertrag. Daran anknüpfend stellen sich schwierige Fragen der AGB-rechtlichen Realisierbarkeit von Vorausleistungen, Änderungen, Eigenleistungen und Sonderwünschen des Auftraggebers.

Das Seminar verfolgt insgesamt das Ziel, den Teilnehmenden ein vertieftes Verständnis der rechtlichen und praktischen Grundlagen des Modulbauvertrags zu vermitteln. Im Fokus stehen dabei typische Konfliktfelder, die im Rahmen der modularen Bauweise regelmäßig zu Streitigkeiten zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern führen. Anhand konkreter Beispiele zur Vertragsgestaltung und zahlreicher Praxisfälle sowie aktueller Rechtsprechung wird das erworbene Wissen vermittelt und gefestigt. Darüber hinaus bietet das Seminar Raum für den fachlichen Austausch mit anderen Teilnehmenden und den Referenten, um individuelle Fragestellungen zu diskutieren und von Best-Practice-Erfahrungen zu profitieren.

1. Rechtliche Grundlagen
  • Besonderheiten des Modulbauvertrags
  • Abgrenzung Kaufvertrag / Werkvertrag / Werklieferungsvertrag
  • Insbesondere: Fertighausvertrag
2. Vergütungsregelungen
  • Problem der Abschlagszahlung vs. Vorauszahlung
  • Vereinbarung von Abschlagzahlungen in AGB
  • Sicherung der Vorauszahlung durch den AN
3. Sonderwünsche und Änderungen durch den AG
  • Anordnungsrechte, Sonderwünsche und ihre Grenzen
  • Einschränkbarkeit durch AGB
  • Abstimmungs- und Haftungsregelungen
 4. Eigenleistungen durch den AG
  • Regelungsbedarf zur Koordinierung
  • Beschränkung und Ausschluss in AGB
 5. Der Verbraucherbauvertrag nach § 650i BGB am Beispiel des Fertighausvertrags
  • Voraussetzungen des Verbraucherbauvertrags
  • Rechtsfolgen des Verbraucherbauvertrags
  • Einordnung des Fertighausvertrags als Verbraucherbauvertrag
  • Sicherheit nach § 650f BGB
6. Mitwirkungspflichten und Obliegenheiten des AN
  • Herstellung notwendiger Vorarbeiten am Grundstück / Gebäude
  • Pflichten bzgl. der Vorbereitung der Baustelle
7. Teilabnahme, Freigabe und Zustandsfeststellung
  • Insbesondere Problem der fehlenden Übergabe für Teilabnahmen
 8. Gewährleistung und Gefahrübergang
  • Insbesondere Transportrisiken
 9. Kündigung und Rücktritt
  • Besondere Interessenlage des Modulbauvertrags
  • Bestimmung der erbrachten Leistung
  • Regelungen durch AGB


Dieses Seminar richtet sich an Generalunternehmer, Projektentwickler, Projektsteuerer, Bauträger, Projekt- und Bauleiter von Auftragnehmern und Auftraggebern, Architekten und Bauingenieure, Unternehmensjuristen und Rechtsanwälte.


Referent

Dr. Maximilian R. Jahn

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht

ist als Partner der auf Bau- und Architektenrecht spezialisierten Kanzlei JAHN HETTLER mit Schwerpunkten in den Bereichen Infrastruktur, Bauträger/Projektentwicklung und Prozessführung tätig. Die Kanzlei hat aktuell 12 Berufsträger mit Standorten in Frankfurt a.M., München und Stuttgart. Herr Dr. Jahn berät Investoren, Auftraggeber und Auftragnehmer umfassend bei der Realisierung gewerblicher und öffentlicher Bau-, Immobilien-, Anlagenbau- und Infrastrukturvorhaben; dies umfasst die bau- und immobilienrechtliche Restrukturierung insolventer oder insolvenznaher (Bauträger-)Projekte. Ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt liegt auf ESG-konformen und zertifizierten Bauvorhaben – von der Struktur und passendem Vertragsmodell (einschließlich forward financing, forward deal, forward lease) über die Vertragsgestaltung und Abwicklung aller Projektverträge bis zum grünen Mietvertrag oder Exit. Herr Dr. Jahn verfügt über langjährige Erfahrung in der Führung und Steuerung gerichtlicher (Groß-)Prozesse, auch im Kontext von Insolvenzen. Er tritt regelmäßig durch Fortbildungsseminare und Veröffentlichungen in Erscheinung und ist einer der Autoren des ibr-online-Kommentars zur VOB/B (§ 8 und § 9), ständiger Mitarbeiter der Zeitschrift "IBR Immobilien- & Baurecht" sowie (Mit-)Autor vom “Handbuch ESG in der Baupraxis - Umsetzung von ESG-Kriterien - Vertragsmodelle - Musterklauseln“.

Referent

Dr. Marc Häuser

Rechtsanwalt

ist in der auf Bau- und Architektenrecht spezialisierten Kanzlei JAHN HETTLER mit Schwerpunkten im klassischen Baurecht, Bauträgerrecht und Immobilienrecht tätig. Die Kanzlei hat aktuell 12 Berufsträger mit Standorten in Frankfurt a.M., München und Stuttgart. Herr Dr. Häuser berät Bauträger, Erwerber sowie Auftraggeber und Auftragnehmer umfassend bei der Realisierung gewerblicher und öffentlicher Bau- und Immobilienvorhaben. Dies umfasst auch die bau- und immobilienrechtliche Restrukturierung insolventer oder insolvenznaher (Bauträger-)Projekte.


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Die Vorfertigung von Teilen des Bauwerks und deren anschließender Transport auf die Baustelle („Modulbau“; „Fertighaus“), ist einer der am stärksten wachsenden Trends in der modernen Bauwirtschaft. Sie erlaubt die kontrollierte und witterungsunabhängige Produktion von Teilen des Werks, wodurch die Gefahr von Behinderungen und Verzögerungen verringert und die Bauzeit reduziert wird. Die Herstellung des Werks außerhalb der Baustelle führt zu rechtlichen Besonderheiten im Rahmen der Vertragsgestaltung. Zunächst stellt sich die Frage nach der Einordnung des Vertrags als Kauf-, Werklieferungs-. Werk-, Bau- oder Verbraucherbauvertrag. Daran anknüpfend stellen sich schwierige Fragen der AGB-rechtlichen Realisierbarkeit von Vorausleistungen, Änderungen, Eigenleistungen und Sonderwünschen des Auftraggebers.

Das Seminar verfolgt insgesamt das Ziel, den Teilnehmenden ein vertieftes Verständnis der rechtlichen und praktischen Grundlagen des Modulbauvertrags zu vermitteln. Im Fokus stehen dabei typische Konfliktfelder, die im Rahmen der modularen Bauweise regelmäßig zu Streitigkeiten zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern führen. Anhand konkreter Beispiele zur Vertragsgestaltung und zahlreicher Praxisfälle sowie aktueller Rechtsprechung wird das erworbene Wissen vermittelt und gefestigt. Darüber hinaus bietet das Seminar Raum für den fachlichen Austausch mit anderen Teilnehmenden und den Referenten, um individuelle Fragestellungen zu diskutieren und von Best-Practice-Erfahrungen zu profitieren.
1. Rechtliche Grundlagen
  • Besonderheiten des Modulbauvertrags
  • Abgrenzung Kaufvertrag / Werkvertrag / Werklieferungsvertrag
  • Insbesondere: Fertighausvertrag
2. Vergütungsregelungen
  • Problem der Abschlagszahlung vs. Vorauszahlung
  • Vereinbarung von Abschlagzahlungen in AGB
  • Sicherung der Vorauszahlung durch den AN
3. Sonderwünsche und Änderungen durch den AG
  • Anordnungsrechte, Sonderwünsche und ihre Grenzen
  • Einschränkbarkeit durch AGB
  • Abstimmungs- und Haftungsregelungen
 4. Eigenleistungen durch den AG
  • Regelungsbedarf zur Koordinierung
  • Beschränkung und Ausschluss in AGB
 5. Der Verbraucherbauvertrag nach § 650i BGB am Beispiel des Fertighausvertrags
  • Voraussetzungen des Verbraucherbauvertrags
  • Rechtsfolgen des Verbraucherbauvertrags
  • Einordnung des Fertighausvertrags als Verbraucherbauvertrag
  • Sicherheit nach § 650f BGB
6. Mitwirkungspflichten und Obliegenheiten des AN
  • Herstellung notwendiger Vorarbeiten am Grundstück / Gebäude
  • Pflichten bzgl. der Vorbereitung der Baustelle
7. Teilabnahme, Freigabe und Zustandsfeststellung
  • Insbesondere Problem der fehlenden Übergabe für Teilabnahmen
 8. Gewährleistung und Gefahrübergang
  • Insbesondere Transportrisiken
 9. Kündigung und Rücktritt
  • Besondere Interessenlage des Modulbauvertrags
  • Bestimmung der erbrachten Leistung
  • Regelungen durch AGB

Dieses Seminar richtet sich an Generalunternehmer, Projektentwickler, Projektsteuerer, Bauträger, Projekt- und Bauleiter von Auftragnehmern und Auftraggebern, Architekten und Bauingenieure, Unternehmensjuristen und Rechtsanwälte.

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Dr. Maximilian R. Jahn

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ist als Partner der auf Bau- und Architektenrecht spezialisierten Kanzlei JAHN HETTLER mit Schwerpunkten in den Bereichen Infrastruktur, Bauträger/Projektentwicklung und Prozessführung tätig. Die Kanzlei hat aktuell 12 Berufsträger mit Standorten in Frankfurt a.M., München und Stuttgart. Herr Dr. Jahn berät Investoren, Auftraggeber und Auftragnehmer umfassend bei der Realisierung gewerblicher und öffentlicher Bau-, Immobilien-, Anlagenbau- und Infrastrukturvorhaben; dies umfasst die bau- und immobilienrechtliche Restrukturierung insolventer oder insolvenznaher (Bauträger-)Projekte. Ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt liegt auf ESG-konformen und zertifizierten Bauvorhaben – von der Struktur und passendem Vertragsmodell (einschließlich forward financing, forward deal, forward lease) über die Vertragsgestaltung und Abwicklung aller Projektverträge bis zum grünen Mietvertrag oder Exit. Herr Dr. Jahn verfügt über langjährige Erfahrung in der Führung und Steuerung gerichtlicher (Groß-)Prozesse, auch im Kontext von Insolvenzen. Er tritt regelmäßig durch Fortbildungsseminare und Veröffentlichungen in Erscheinung und ist einer der Autoren des ibr-online-Kommentars zur VOB/B (§ 8 und § 9), ständiger Mitarbeiter der Zeitschrift "IBR Immobilien- & Baurecht" sowie (Mit-)Autor vom “Handbuch ESG in der Baupraxis - Umsetzung von ESG-Kriterien - Vertragsmodelle - Musterklauseln“.
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Dr. Marc Häuser

Rechtsanwalt
ist in der auf Bau- und Architektenrecht spezialisierten Kanzlei JAHN HETTLER mit Schwerpunkten im klassischen Baurecht, Bauträgerrecht und Immobilienrecht tätig. Die Kanzlei hat aktuell 12 Berufsträger mit Standorten in Frankfurt a.M., München und Stuttgart. Herr Dr. Häuser berät Bauträger, Erwerber sowie Auftraggeber und Auftragnehmer umfassend bei der Realisierung gewerblicher und öffentlicher Bau- und Immobilienvorhaben. Dies umfasst auch die bau- und immobilienrechtliche Restrukturierung insolventer oder insolvenznaher (Bauträger-)Projekte.

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Termine

Datum
Ort
Referenten
Preis
21.10.2026
Mannheim oder Online
Dr. Maximilian R. Jahn
Dr. Marc Häuser

499.00 € (zzgl. MwSt)

Terminart:
Mannheim oder Online
Adresse:
IBR-Seminarzentrum
Heinrich-von-Stephan-Straße 3
68161 Mannheim

09:30 - 11:00 Uhr
11:00 - 11:15 Uhr
Kaffeepause
11:15 - 12:45 Uhr
12:45 - 13:45 Uhr
Mittagspause
13:45 - 15:15 Uhr
15:15 - 15:30 Uhr
Kaffeepause
15:30 - 17:00 Uhr

Informationen zum Ablauf:
  • Ausführliche Seminarunterlagen in digitaler Form (ca. ein bis zwei Tage vor dem Seminar)
  • Bei Teilnahme vor Ort: Seminargebühr inkl. Mittagessen mit Softgetränk, Snacks, Tagungs- und Pausengetränke
  • Unsere Online- und Hybrid- Seminare werden mit ZOOM durchgeführt. Den entsprechenden Link senden wir Ihnen 2 Tage vor Seminarbeginn zu.
  • Zertifikate werden im Nachgang per E-Mail versandt
  • Nach dem Seminar werden wir Ihnen per E-Mail unseren Fragebogen zukommen lassen. (Wir freuen uns über jede Rückmeldung)
  • Buchen Sie bis zum: 07.10.2026
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