Freihändige Vergabe von Bauleistungen

Nationale (Bau-)Vergaben, also im Unterschwellenbereich, nehmen den Großteil der (Bau-)Einkaufspraxis ein und werden damit zum „Massengeschäft“. Das Seminar soll Sicherheit geben bei der Frage, wann die Voraussetzungen für die Freihändige Vergabe von Bauleistungen vorliegen und wie dieses Verfahren in der Praxis rechtssicher und effizient durchgeführt wird.  Verschaffen Sie sich zudem einen Überblick über die Dokumentationspflichten und erkennen Sie die Vorteile des Vergabeverfahrens für die Praxis. 

  1. Kurze Einführung
    • Zahlen/Daten/Fakten zur Unterschwellenvergabe von Bauleistungen
    • Wahl der Verfahrensart „Freihändige Vergabe“
    • Problem: Freihändige Vergabe als Verhandlungsmöglichkeit vs Einholen von drei Angeboten (wie eine beschränkte Ausschreibung)
  2. Überblick über die Verfahrensarten und Einordnung der Verfahrensart „Freihändige Vergabe“
    • charakteristische Merkmale einer Freihändigen Vergabe im Vergleich zu den anderen Verfahrensarten öffentliche und beschränkte Ausschreibung
  3. Voraussetzungen für die Freihändige Vergabe § 3a Abs. 3 VOB/A
    • Grundsätzliches: abschließender Charakter der Auflistung der Ausnahmetatbestände in § 3a Abs. 3 VOB/A
    • Rechtsprechung zur restriktiven Auslegung und Anwendung der Ausnahmetatbestände
    • Erläuterung der Darlegungs- und Beweislast des Auftraggebers für das Vorliegen der Ausnahmetatbestände
    • Die einzelnen Ausnahmetatbestände in § 3a Abs. 3 Nr. 1 bis 6 VOB/A 
    • Bedeutung des Schwellenwertes in § 3a Abs. 3 Satz 2 VOB/A
    • Überblick über die Wertgrenzenregelungen im Landesrecht der einzelnen Bundesländer für die Freihändige Vergabe von Bauleistungen 
  4. Durchführung einer Freihändigen Vergabe für Bauleistungen
    • Mindeststandards bei Freihändiger Vergabe (Freihändige Vergabe ist kein „rechtsfreier“ Raum)
    • Freihändige Vergabe mit und ohne Teilnahmewettbewerb
    • Nutzen und Vorteile des Teilnahmewettbewerbs, insbesondere bei geförderten Bauprojekten
    • Eignungsprüfung bei Freihändiger Vergabe ohne Teilnahmewettbewerb
    • Rechtssichere Abwicklung der Angebots- und Verhandlungsphase
  5. Dokumentations- und Informationspflichten bei Freihändiger Vergabe (§ 20 VOB/A; landesrechtliche Vorgaben z.B. § 16 NTVergG)


Angesprochen sind alle Beschaffungspraktiker, die Bauleistungen unterhalb der Schwellenwerte einkaufen. Neueinsteiger erhalten einen Überblick über die wesentlichen Weichenstellungen dieses Verfahrens und Fortgeschrittenen hilft das Seminar, ihre Kenntnisse zu verfeinern und auf den neuesten Stand zu bringen. 


Referent

Prof. Dr. Angela Dageförde

Rechtsanwältin und Fachanwältin für Vergaberecht, Fachanwältin für Verwaltungsrecht, Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht

ist seit 2001 als Rechtsanwältin in Hannover tätig. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen arbeitet sie schwerpunktmäßig für die öffentlichen Auftraggeber und begleitet regelmäßig nationale und EU-weite Vergabeprojekte. Dr. Angela Dageförde ist Fachanwältin für Vergabe-, Verwaltungs- sowie für Bau- und Architektenrecht. Sie unterrichtet seit 2004 ehrenamtlich Studierende an der Leibniz Universität Hannover und ist deshalb auch Honorarprofessorin.


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Nationale (Bau-)Vergaben, also im Unterschwellenbereich, nehmen den Großteil der (Bau-)Einkaufspraxis ein und werden damit zum „Massengeschäft“. Das Seminar soll Sicherheit geben bei der Frage, wann die Voraussetzungen für die Freihändige Vergabe von Bauleistungen vorliegen und wie dieses Verfahren in der Praxis rechtssicher und effizient durchgeführt wird.  Verschaffen Sie sich zudem einen Überblick über die Dokumentationspflichten und erkennen Sie die Vorteile des Vergabeverfahrens für die Praxis. 
  1. Kurze Einführung
    • Zahlen/Daten/Fakten zur Unterschwellenvergabe von Bauleistungen
    • Wahl der Verfahrensart „Freihändige Vergabe“
    • Problem: Freihändige Vergabe als Verhandlungsmöglichkeit vs Einholen von drei Angeboten (wie eine beschränkte Ausschreibung)
  2. Überblick über die Verfahrensarten und Einordnung der Verfahrensart „Freihändige Vergabe“
    • charakteristische Merkmale einer Freihändigen Vergabe im Vergleich zu den anderen Verfahrensarten öffentliche und beschränkte Ausschreibung
  3. Voraussetzungen für die Freihändige Vergabe § 3a Abs. 3 VOB/A
    • Grundsätzliches: abschließender Charakter der Auflistung der Ausnahmetatbestände in § 3a Abs. 3 VOB/A
    • Rechtsprechung zur restriktiven Auslegung und Anwendung der Ausnahmetatbestände
    • Erläuterung der Darlegungs- und Beweislast des Auftraggebers für das Vorliegen der Ausnahmetatbestände
    • Die einzelnen Ausnahmetatbestände in § 3a Abs. 3 Nr. 1 bis 6 VOB/A 
    • Bedeutung des Schwellenwertes in § 3a Abs. 3 Satz 2 VOB/A
    • Überblick über die Wertgrenzenregelungen im Landesrecht der einzelnen Bundesländer für die Freihändige Vergabe von Bauleistungen 
  4. Durchführung einer Freihändigen Vergabe für Bauleistungen
    • Mindeststandards bei Freihändiger Vergabe (Freihändige Vergabe ist kein „rechtsfreier“ Raum)
    • Freihändige Vergabe mit und ohne Teilnahmewettbewerb
    • Nutzen und Vorteile des Teilnahmewettbewerbs, insbesondere bei geförderten Bauprojekten
    • Eignungsprüfung bei Freihändiger Vergabe ohne Teilnahmewettbewerb
    • Rechtssichere Abwicklung der Angebots- und Verhandlungsphase
  5. Dokumentations- und Informationspflichten bei Freihändiger Vergabe (§ 20 VOB/A; landesrechtliche Vorgaben z.B. § 16 NTVergG)

Angesprochen sind alle Beschaffungspraktiker, die Bauleistungen unterhalb der Schwellenwerte einkaufen. Neueinsteiger erhalten einen Überblick über die wesentlichen Weichenstellungen dieses Verfahrens und Fortgeschrittenen hilft das Seminar, ihre Kenntnisse zu verfeinern und auf den neuesten Stand zu bringen. 

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Rechtsanwältin und Fachanwältin für Vergaberecht, Fachanwältin für Verwaltungsrecht, Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht
ist seit 2001 als Rechtsanwältin in Hannover tätig. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen arbeitet sie schwerpunktmäßig für die öffentlichen Auftraggeber und begleitet regelmäßig nationale und EU-weite Vergabeprojekte. Dr. Angela Dageförde ist Fachanwältin für Vergabe-, Verwaltungs- sowie für Bau- und Architektenrecht. Sie unterrichtet seit 2004 ehrenamtlich Studierende an der Leibniz Universität Hannover und ist deshalb auch Honorarprofessorin.

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24.11.2026
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259.00 € (zzgl. MwSt)

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Online
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09:30 - 11:00 Uhr
11:00 - 11:15 Uhr
Kaffeepause
11:15 - 12:45 Uhr

Informationen zum Ablauf:
  • Ausführliche Seminarunterlagen in digitaler Form (ca. ein bis zwei Tage vor dem Seminar)
  • Unsere Online- und Hybrid- Seminare werden mit ZOOM durchgeführt. Den entsprechenden Link senden wir Ihnen 2 Tage vor Seminarbeginn zu.
  • Zertifikate werden im Nachgang per E-Mail versandt
  • Nach dem Seminar werden wir Ihnen per E-Mail unseren Fragebogen zukommen lassen. (Wir freuen uns über jede Rückmeldung)
  • Buchen Sie bis zum: 10.11.2026
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