Praxisrelevante Entscheidungen zur Vergabe von Bauleistungen

Rechtliche Fallstricke in der Praxis

Im Dschungel vergaberechtlicher Rechtsprechung, „Licht“ zu sehen und immer up-to-date zu sein, ein Zustand der wohl unmöglich ist. Wir helfen, die wichtigsten Entscheidungen der Vergabekammern und -senate zu kennen und ihre Auswirkung für die Praxis zu verstehen. 
In diesem Seminar steht die Entscheidung im Focus! Der Referent bespricht zusammen mit den Teilnehmenden den Sachverhalt und die Bedeutung für künftige Beschaffungsvorgänge. Dabei bleiben wir nicht stringent andem Ablauf eines Vergabeverfahrens „kleben“, sondern bewegen uns frei durch alle Phasen eines Beschaffungsvorgangs. 

Im Rahmen des Seminars werden u.a. folgende Themen anhand aktueller Entscheidungen (hier beispielhaft aufgeführt) besprochen:

1. Was sind die häufigsten Fehler von Vergabestellen? (Überblick)

2. Vorbereitung der Vergabe: Bestimmung des Auftragsgegenstands und des Auftragswerts
  • Wann liegt eine Bauleistung und wann eine Liefer- und/ oder Dienstleistung vor? Überblick über aktuelle Entscheidungen
  • Oberschwellenvergabe oder keine Oberschwellenvergabe? – das ist hier die Frage! Aktuelle Fragen zur Schwellenwertberechnung, z.B.: 
    • Zusammenrechnen von Bauleistungen für mehrere Gebäude? VK Bund, Beschluss vom 06.07.2023 – VK 2-26/23
    • Wann sind „Restleistungen“ EU-weit zu vergeben? VK Bund, Beschluss vom 04.07.2022 – VK 2-58/22; OLG Düsseldorf vom 10.04.2024 – Verg 27/23
  • Wahl der Verfahrensart: Ausnahmetatbestände für Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb:
    • 1. Fallgruppe: Produktneutralität als Schnittstelle zur sog. „Direktvergabe“, z.B.: 
      • Neue Anforderungen an die Gleichwertigkeitsprüfung? OLG Karlsruhe, Beschluss vom 28.08.2024 – 15 Verg 8/24- „Leistädter Sandstein“
      • Neue Einschränkung des Leistungsbestimmungsrechts der Auftraggeber? EuGH, Urteil vom 16.01.2025 – C-424/23- DYKA
    • 2. Fallgruppe: „Äußerste Dringlichkeit“ als Ausnahmegrund
      • Ab wann ist eine Bauleistung dringlich? OLG Frankfurt am Main, Beschluss vom 07.06.2022  – 11 Verg 12/21
      • Welche Rechtsfolgen drohen bei einer unerlaubten Direktvergabe? OLG Rostock, Beschluss vom 09.12.2020 – 17 Verg 4/20
  • Losaufteilung: Welche Anforderungen greifen bei einer GU-Vergabe?
  • Weitere Fragestellungen im Zusammenhang mit der Erstellung der Vergabeunterlagen
    • Wie weit darf man gehen? Die VOB/B als Ganzes und ihre Relevanz für die Kalkulation- VK Südbayern, Beschluss vom 14.02.2022
    • Die EuGH-Entscheidung zur Höchstmenge bei Rahmenvereinbarungen: Konsequenzen für die Vergabepraxis und weitere nationale (Folge-) Entscheidungen
  •  Exkurs: Wann wird ein Fördermittelempfänger zum öffentlichen Auftraggeber?- Praxisrelevante Entscheidungen zu § 99 Nr.4 GWB
3. Angebotswertung
  • Prüfung der Ausschlussgründe und der Eignung
    • Wie ist mit Eignungsnachweisen aus dem Präqualifikationsverzeichnis umzugehen? OLG Düsseldorf, Beschluss vom 08.06.2022 – Verg 19/22
    • Aktuelle Entscheidungen zu Ausschlussgründen, insbesondere zur sog. „Schlechtleistung“ (§ 124 Abs. 1 Nr. 7 GWB)
  •  Weitere Fragestellungen im Rahmen der Angebotswertung
    • Ausschluss mangels Angebotsblatts? VK Sachsen, Beschluss vom 13.03.2023 – 1/SVK/034-22 zur sog. „Textform“
    • Auch das noch? Führt ein falsches Dateiformat zum Angebotsausschluss? BGH, Urteil vom 16.05.2023 – XIII ZR 14/21
    • Nachforderung und Aufklärung
      • Haben die Bieter innerhalb der Nachforderungsfrist mehrere Versuche? VK Bund, Beschl. vom 11.03.2022 – VK 1-23/22
      • Darf der Auftraggeber alles glauben? Aufklärung von Bieterangaben im Lichte der aktuellen Rechtsprechung
  •  Preisprüfung: Welche Anforderungen stellt die Rechtsprechung an eine Auskömmlichkeitsprüfung? Überblick über aktuelle Entscheidungen 
 4. Zuschlag und Aufhebung
  • Aufhebung trotz „Verschuldens“ des Auftraggebers möglich? OLG Düsseldorf, Beschluss vom 09.08.2023 – Verg 3/23
  • Welche Schadensersatzansprüche hat ein Bieter, z.B. Schadensersatz für Verlust der Zuschlagschance? – EuGH, Urteil vom 06.06.2024 – Rs. C-547/22- INGSTEEL
 5. Vertragsänderungen gem. § 132 GWB (Überblick), z.B.:
  • Insolvenz nach Zuschlagserteilung- EuGH, Urteil vom 03.02.2022 – Rs. C-461/20 „Advania Sveringe und Kammarkollegiet“
  • Auftragsänderung gem. § 132 GWB ohne ausdrückliche Vereinbarung? EuGH, Urteil vom 07.12.2023 – Rs. C-441/22 und Rs. C-443/22 „Obshtina Razgrad“


Angesprochen sind alle Beschaffungspraktiker, die mit dem Einkauf von Bauleistungen beschäftigt sind und sich auf einen aktuellen Rechtsprechungsstand bringen wollen. Vertreter von Auftraggebern sind dabei genauso involviert wie von Auftragnehmern (Bietern) sowie Rechtsanwälte, beratende Projektsteuerer, Architekten und Ingenieure. Grundkenntnisse und/oder praktische Erfahrungen mit dem Vergaberecht sind zwingend erforderlich. 

Neueinsteigern empfehlen wir unser „2-Tages-Seminar: Einführung in das Vergaberecht“ (auch als e-Learning).



Referent

Tim Kuhn

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Vergaberecht

ist bei der Kanzlei FPS in Frankfurt a.M. und München tätig. Er unterstützt Auftraggeber bei der Strukturierung von Beschaffungsvorgängen, der Erstellung von Vergabeunterlagen und begleitet den gesamten Vergabeprozess. Darüber hinaus berät der Referent Bieter in allen Phasen des Vergabeverfahrens, insbesondere in Nachprüfungsverfahren vor Vergabekammern und den Oberlandesgerichten. Weiterhin berät Herr Kuhn auch Fördermittelempfänger bei der Umsetzung vergaberechtlicher Vorgaben der Fördermittelgeber und auch im Falle der drohenden Rückforderung von Fördermitteln. Neben seiner anwaltlichen Tätigkeit veröffentlicht Tim Kuhn regelmäßig Fachbeiträge und führt laufend Seminare und Workshops im Vergaberecht durch.


Gesamteindruck

(4,5 von 5 Sternen)

Inhalt

(4,5 von 5 Sternen)

Art der Präsentation

(5,0 von 5 Sternen)

Stoffumfang

(3,5 von 5 Sternen)

Seminarunterlagen

(4,5 von 5 Sternen)

Betreuung durch IBR-Seminare

(5,0 von 5 Sternen)
Basierend auf 2 Bewertungen

Im Dschungel vergaberechtlicher Rechtsprechung, „Licht“ zu sehen und immer up-to-date zu sein, ein Zustand der wohl unmöglich ist. Wir helfen, die wichtigsten Entscheidungen der Vergabekammern und -senate zu kennen und ihre Auswirkung für die Praxis zu verstehen. 
In diesem Seminar steht die Entscheidung im Focus! Der Referent bespricht zusammen mit den Teilnehmenden den Sachverhalt und die Bedeutung für künftige Beschaffungsvorgänge. Dabei bleiben wir nicht stringent andem Ablauf eines Vergabeverfahrens „kleben“, sondern bewegen uns frei durch alle Phasen eines Beschaffungsvorgangs. 
Im Rahmen des Seminars werden u.a. folgende Themen anhand aktueller Entscheidungen (hier beispielhaft aufgeführt) besprochen:

1. Was sind die häufigsten Fehler von Vergabestellen? (Überblick)

2. Vorbereitung der Vergabe: Bestimmung des Auftragsgegenstands und des Auftragswerts
  • Wann liegt eine Bauleistung und wann eine Liefer- und/ oder Dienstleistung vor? Überblick über aktuelle Entscheidungen
  • Oberschwellenvergabe oder keine Oberschwellenvergabe? – das ist hier die Frage! Aktuelle Fragen zur Schwellenwertberechnung, z.B.: 
    • Zusammenrechnen von Bauleistungen für mehrere Gebäude? VK Bund, Beschluss vom 06.07.2023 – VK 2-26/23
    • Wann sind „Restleistungen“ EU-weit zu vergeben? VK Bund, Beschluss vom 04.07.2022 – VK 2-58/22; OLG Düsseldorf vom 10.04.2024 – Verg 27/23
  • Wahl der Verfahrensart: Ausnahmetatbestände für Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb:
    • 1. Fallgruppe: Produktneutralität als Schnittstelle zur sog. „Direktvergabe“, z.B.: 
      • Neue Anforderungen an die Gleichwertigkeitsprüfung? OLG Karlsruhe, Beschluss vom 28.08.2024 – 15 Verg 8/24- „Leistädter Sandstein“
      • Neue Einschränkung des Leistungsbestimmungsrechts der Auftraggeber? EuGH, Urteil vom 16.01.2025 – C-424/23- DYKA
    • 2. Fallgruppe: „Äußerste Dringlichkeit“ als Ausnahmegrund
      • Ab wann ist eine Bauleistung dringlich? OLG Frankfurt am Main, Beschluss vom 07.06.2022  – 11 Verg 12/21
      • Welche Rechtsfolgen drohen bei einer unerlaubten Direktvergabe? OLG Rostock, Beschluss vom 09.12.2020 – 17 Verg 4/20
  • Losaufteilung: Welche Anforderungen greifen bei einer GU-Vergabe?
  • Weitere Fragestellungen im Zusammenhang mit der Erstellung der Vergabeunterlagen
    • Wie weit darf man gehen? Die VOB/B als Ganzes und ihre Relevanz für die Kalkulation- VK Südbayern, Beschluss vom 14.02.2022
    • Die EuGH-Entscheidung zur Höchstmenge bei Rahmenvereinbarungen: Konsequenzen für die Vergabepraxis und weitere nationale (Folge-) Entscheidungen
  •  Exkurs: Wann wird ein Fördermittelempfänger zum öffentlichen Auftraggeber?- Praxisrelevante Entscheidungen zu § 99 Nr.4 GWB
3. Angebotswertung
  • Prüfung der Ausschlussgründe und der Eignung
    • Wie ist mit Eignungsnachweisen aus dem Präqualifikationsverzeichnis umzugehen? OLG Düsseldorf, Beschluss vom 08.06.2022 – Verg 19/22
    • Aktuelle Entscheidungen zu Ausschlussgründen, insbesondere zur sog. „Schlechtleistung“ (§ 124 Abs. 1 Nr. 7 GWB)
  •  Weitere Fragestellungen im Rahmen der Angebotswertung
    • Ausschluss mangels Angebotsblatts? VK Sachsen, Beschluss vom 13.03.2023 – 1/SVK/034-22 zur sog. „Textform“
    • Auch das noch? Führt ein falsches Dateiformat zum Angebotsausschluss? BGH, Urteil vom 16.05.2023 – XIII ZR 14/21
    • Nachforderung und Aufklärung
      • Haben die Bieter innerhalb der Nachforderungsfrist mehrere Versuche? VK Bund, Beschl. vom 11.03.2022 – VK 1-23/22
      • Darf der Auftraggeber alles glauben? Aufklärung von Bieterangaben im Lichte der aktuellen Rechtsprechung
  •  Preisprüfung: Welche Anforderungen stellt die Rechtsprechung an eine Auskömmlichkeitsprüfung? Überblick über aktuelle Entscheidungen 
 4. Zuschlag und Aufhebung
  • Aufhebung trotz „Verschuldens“ des Auftraggebers möglich? OLG Düsseldorf, Beschluss vom 09.08.2023 – Verg 3/23
  • Welche Schadensersatzansprüche hat ein Bieter, z.B. Schadensersatz für Verlust der Zuschlagschance? – EuGH, Urteil vom 06.06.2024 – Rs. C-547/22- INGSTEEL
 5. Vertragsänderungen gem. § 132 GWB (Überblick), z.B.:
  • Insolvenz nach Zuschlagserteilung- EuGH, Urteil vom 03.02.2022 – Rs. C-461/20 „Advania Sveringe und Kammarkollegiet“
  • Auftragsänderung gem. § 132 GWB ohne ausdrückliche Vereinbarung? EuGH, Urteil vom 07.12.2023 – Rs. C-441/22 und Rs. C-443/22 „Obshtina Razgrad“

Angesprochen sind alle Beschaffungspraktiker, die mit dem Einkauf von Bauleistungen beschäftigt sind und sich auf einen aktuellen Rechtsprechungsstand bringen wollen. Vertreter von Auftraggebern sind dabei genauso involviert wie von Auftragnehmern (Bietern) sowie Rechtsanwälte, beratende Projektsteuerer, Architekten und Ingenieure. Grundkenntnisse und/oder praktische Erfahrungen mit dem Vergaberecht sind zwingend erforderlich. 

Neueinsteigern empfehlen wir unser „2-Tages-Seminar: Einführung in das Vergaberecht“ (auch als e-Learning).

Referent

Tim Kuhn

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Vergaberecht
ist bei der Kanzlei FPS in Frankfurt a.M. und München tätig. Er unterstützt Auftraggeber bei der Strukturierung von Beschaffungsvorgängen, der Erstellung von Vergabeunterlagen und begleitet den gesamten Vergabeprozess. Darüber hinaus berät der Referent Bieter in allen Phasen des Vergabeverfahrens, insbesondere in Nachprüfungsverfahren vor Vergabekammern und den Oberlandesgerichten. Weiterhin berät Herr Kuhn auch Fördermittelempfänger bei der Umsetzung vergaberechtlicher Vorgaben der Fördermittelgeber und auch im Falle der drohenden Rückforderung von Fördermitteln. Neben seiner anwaltlichen Tätigkeit veröffentlicht Tim Kuhn regelmäßig Fachbeiträge und führt laufend Seminare und Workshops im Vergaberecht durch.

Gesamteindruck

(4,5 von 5 Sternen)

Inhalt

(4,5 von 5 Sternen)

Art der Präsentation

(5,0 von 5 Sternen)

Stoffumfang

(3,5 von 5 Sternen)

Seminarunterlagen

(4,5 von 5 Sternen)

Betreuung durch IBR-Seminare

(5,0 von 5 Sternen)
Basierend auf 2 Bewertungen

Termine

Datum
Ort
Referenten
Preis
03.11.2026
Mannheim oder Online
Tim Kuhn

399.00 € (zzgl. MwSt)

Terminart:
Mannheim oder Online
Adresse:
IBR-Seminarzentrum
Heinrich-von-Stephan-Straße 3
68161 Mannheim

11:00 - 11:15 Uhr
Kaffeepause
12:45 - 13:45 Uhr
Mittagspause
15:15 - 15:30 Uhr
Kaffeepause

Informationen zum Ablauf:
  • Ausführliche Seminarunterlagen in digitaler Form (ca. ein bis zwei Tage vor dem Seminar)
  • Bei Teilnahme vor Ort: Seminargebühr inkl. Mittagessen mit Softgetränk, Snacks, Tagungs- und Pausengetränke
  • Unsere Online- und Hybrid- Seminare werden mit ZOOM durchgeführt. Den entsprechenden Link senden wir Ihnen 2 Tage vor Seminarbeginn zu.
  • Zertifikate werden im Nachgang per E-Mail versandt
  • Nach dem Seminar werden wir Ihnen per E-Mail unseren Fragebogen zukommen lassen. (Wir freuen uns über jede Rückmeldung)
  • Buchen Sie bis zum: 20.10.2026
Plätze frei
Noch weniger als die Hälfte der Plätze frei
Nur noch wenige Plätze frei

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ab 399.00 € (zzgl. MwSt)

(4,6 von 5 Sternen)

Datum
Ort
Referenten
03.11.2026
Mannheim oder Online
Tim Kuhn
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