Wie man dem anderen die Schuld in die Schuhe schiebt!

Prüf- und Hinweispflichten als Waffe oder Instrument zur Konfliktvermeidung

Prüf- und Hinweispflichten liegen an den Schnittstellen zwischen Planung und Ausführung, Lieferung und Leistung, aufeinanderfolgenden und parallelen Gewerken, bauseitiger Beistellung und neuer Leistung - aber auch zwischen technischen Zwängen und wirtschaftlichen Interessen.

Mit anderen Worten: Das Thema führt zu allen wesentlichen Konflikten, die das Baurecht zu bieten hat. Dabei dienen Prüf- und Hinweispflichten als Instrumente, um diese Konflikte zu vermeiden und zu entscheiden. Dabei sind sie selbst Gegenstand heftiger juristischer Auseinandersetzung: 

  • Die Rechtsprechung des VII. Senats des BGH und ihm folgend vieler Oberlandesgerichte zur Funktionalitätsverpflichtung des Auftragnehmers mit "Befreiungsmöglichkeit" hat zu einer erheblichen Benachteiligung der Auftragnehmerseite geführt. Planungs- und Ausführungsfehler der Auftraggeber – eigene oder die ihrer Planer und Auftragnehmer – werden oft erfolgreich auf "die Fachfirma" abgewälzt. 

  • Die Nichtbeachtung von Prüf- und Hinweispflichten des Auftraggebers bei Ausschreibung, Prüfung von Ausführungsunterlagen der Auftragnehmer und Bauüberwachung führt zur Haftung des Auftraggebers und seiner Planer. 

  • Die Verletzung der anspruchsvollen Prüf- und Hinweispflichten bei der Materialbeschaffung nach § 377 HGB können zum Verlust der Mängelansprüche führen.

Dieses Seminar stellt die Prüf- und Hinweispflichten in ihrem rechtlichen und praktischen Gesamtzusammenhang dar, vom Vertragsschluss bis zur Verjährung von Mängelansprüchen.

Durch die gemeinsame Analyse zahlreicher höchstrichterlicher Entscheidungen werden Kriterien und Argumentationsmuster herausgearbeitet, die den Baubeteiligten und ihren Beratern helfen, ihren Vortrag zu substanziieren, ihn mit bereits vor Gericht erfolgreichen Argumenten anzureichern bzw. zu erwartende Einwände vorwegzunehmen.


  • Die erweiterte Rechtsprechung des BGH zur Abgrenzung von Obliegenheiten und Pflichten
  • Die aktuelle Rechtsprechung der zuständigen Senate des BGH und der Oberlandesgerichte zu Prüf- und Hinweispflichten 
  • Prüf- und Hinweispflichten der Vertragsparteien im Angebotsstadium, z.B. hinsichtlich Ausschreibungsunterlagen, Leistungsverzeichnissen und Plänen
  • Bedeutung der Prüf- und Hinweispflichten in den ATV DIN 18299 ff. für Vertrag und Auftragsabwicklung 
  • Prüf- und Hinweispflichten der Vertragsparteien während der Auftragsabwicklung 
  • Anforderungen an die Prüfungsintensität des Auftragnehmers hinsichtlich beigestelltem Boden, Konstruktion, Vorleistungen anderer Unternehmer und Planungsunterlagen 
  • Prüf- und Hinweispflichten bei der Materialeingangskontrolle 
  • Rechtsprechung insbesondere des VII. Senats des BGH zu "Obliegenheiten" und "Befreiungstatbestand" 
  • Prüf- und Hinweispflichten der Vertragsparteien nach Fertigstellung der Leistungen vor, bei und nach der Abnahme 
  • Auswirkung der Prüf- und Hinweispflichten auf Vergütung, Beweislast und Verjährung von Mängelansprüchen 
  • Rechtsprechung zu Mitverschulden und Schadensquotelung beim Zusammentreffen von Planungs- und Überwachungsfehlern des Auftraggebers bzw. seiner Planer und der Verletzung der Prüf- und Hinweispflichten durch den Auftraggeber 
  • Gesamtschuldverhältnisse


Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter in Unternehmen, die bei der Auftragsvergabe und/oder Auftragsabwicklung auf der Seite von Auftragnehmer oder Auftraggeber Ergebnisverantwortung tragen, sowie deren Berater in Anwalts- und Architektur-/Ingenieurbüros.

Referent

Dr. Peter Hammacher

Rechtsanwalt und Wirtschaftsmediator

ist seit 1986 Rechtsanwalt und war 20 Jahre lang Leiter von Rechtsabteilungen national und international tätiger Unternehmensgruppen in der Bau- und Investitionsgüterindustrie. Er ist jetzt als Rechtsanwalt, Wirtschaftsmediator sowie als Schiedsrichter tätig. Herr Dr. Hammacher verfügt über eine lange Erfahrung als Referent und Veranstalter von Praktiker-Seminaren und publiziert regelmäßig zu praxisorientierten Themen. Er ist u. a. Autor des "Handbuchs für Auftragsabwicklung", 6. Auflage 2020, des Buchs "Prüf- und Hinweispflichten, Bauvertrag – Werkvertrag – Werklieferungsvertrag", 2. Auflage 2016, und Mitautor von Hammacher/Steinmann, Kommentar zu ATV DIN 18335, 18360, 18299 Stahlbauarbeiten und Metallbauarbeiten.


Gesamteindruck

(4,1 von 5 Sternen)

Inhalt

(3,9 von 5 Sternen)

Art der Präsentation

(3,9 von 5 Sternen)

Stoffumfang

(3,9 von 5 Sternen)

Seminarunterlagen

(4,1 von 5 Sternen)

Betreuung durch IBR-Seminare

(5,0 von 5 Sternen)
Basierend auf 7 Bewertungen

Prüf- und Hinweispflichten liegen an den Schnittstellen zwischen Planung und Ausführung, Lieferung und Leistung, aufeinanderfolgenden und parallelen Gewerken, bauseitiger Beistellung und neuer Leistung - aber auch zwischen technischen Zwängen und wirtschaftlichen Interessen.

Mit anderen Worten: Das Thema führt zu allen wesentlichen Konflikten, die das Baurecht zu bieten hat. Dabei dienen Prüf- und Hinweispflichten als Instrumente, um diese Konflikte zu vermeiden und zu entscheiden. Dabei sind sie selbst Gegenstand heftiger juristischer Auseinandersetzung: 

  • Die Rechtsprechung des VII. Senats des BGH und ihm folgend vieler Oberlandesgerichte zur Funktionalitätsverpflichtung des Auftragnehmers mit "Befreiungsmöglichkeit" hat zu einer erheblichen Benachteiligung der Auftragnehmerseite geführt. Planungs- und Ausführungsfehler der Auftraggeber – eigene oder die ihrer Planer und Auftragnehmer – werden oft erfolgreich auf "die Fachfirma" abgewälzt. 

  • Die Nichtbeachtung von Prüf- und Hinweispflichten des Auftraggebers bei Ausschreibung, Prüfung von Ausführungsunterlagen der Auftragnehmer und Bauüberwachung führt zur Haftung des Auftraggebers und seiner Planer. 

  • Die Verletzung der anspruchsvollen Prüf- und Hinweispflichten bei der Materialbeschaffung nach § 377 HGB können zum Verlust der Mängelansprüche führen.

Dieses Seminar stellt die Prüf- und Hinweispflichten in ihrem rechtlichen und praktischen Gesamtzusammenhang dar, vom Vertragsschluss bis zur Verjährung von Mängelansprüchen.

Durch die gemeinsame Analyse zahlreicher höchstrichterlicher Entscheidungen werden Kriterien und Argumentationsmuster herausgearbeitet, die den Baubeteiligten und ihren Beratern helfen, ihren Vortrag zu substanziieren, ihn mit bereits vor Gericht erfolgreichen Argumenten anzureichern bzw. zu erwartende Einwände vorwegzunehmen.

  • Die erweiterte Rechtsprechung des BGH zur Abgrenzung von Obliegenheiten und Pflichten
  • Die aktuelle Rechtsprechung der zuständigen Senate des BGH und der Oberlandesgerichte zu Prüf- und Hinweispflichten 
  • Prüf- und Hinweispflichten der Vertragsparteien im Angebotsstadium, z.B. hinsichtlich Ausschreibungsunterlagen, Leistungsverzeichnissen und Plänen
  • Bedeutung der Prüf- und Hinweispflichten in den ATV DIN 18299 ff. für Vertrag und Auftragsabwicklung 
  • Prüf- und Hinweispflichten der Vertragsparteien während der Auftragsabwicklung 
  • Anforderungen an die Prüfungsintensität des Auftragnehmers hinsichtlich beigestelltem Boden, Konstruktion, Vorleistungen anderer Unternehmer und Planungsunterlagen 
  • Prüf- und Hinweispflichten bei der Materialeingangskontrolle 
  • Rechtsprechung insbesondere des VII. Senats des BGH zu "Obliegenheiten" und "Befreiungstatbestand" 
  • Prüf- und Hinweispflichten der Vertragsparteien nach Fertigstellung der Leistungen vor, bei und nach der Abnahme 
  • Auswirkung der Prüf- und Hinweispflichten auf Vergütung, Beweislast und Verjährung von Mängelansprüchen 
  • Rechtsprechung zu Mitverschulden und Schadensquotelung beim Zusammentreffen von Planungs- und Überwachungsfehlern des Auftraggebers bzw. seiner Planer und der Verletzung der Prüf- und Hinweispflichten durch den Auftraggeber 
  • Gesamtschuldverhältnisse

Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter in Unternehmen, die bei der Auftragsvergabe und/oder Auftragsabwicklung auf der Seite von Auftragnehmer oder Auftraggeber Ergebnisverantwortung tragen, sowie deren Berater in Anwalts- und Architektur-/Ingenieurbüros.

Referent

Dr. Peter Hammacher

Rechtsanwalt und Wirtschaftsmediator
ist seit 1986 Rechtsanwalt und war 20 Jahre lang Leiter von Rechtsabteilungen national und international tätiger Unternehmensgruppen in der Bau- und Investitionsgüterindustrie. Er ist jetzt als Rechtsanwalt, Wirtschaftsmediator sowie als Schiedsrichter tätig. Herr Dr. Hammacher verfügt über eine lange Erfahrung als Referent und Veranstalter von Praktiker-Seminaren und publiziert regelmäßig zu praxisorientierten Themen. Er ist u. a. Autor des "Handbuchs für Auftragsabwicklung", 6. Auflage 2020, des Buchs "Prüf- und Hinweispflichten, Bauvertrag – Werkvertrag – Werklieferungsvertrag", 2. Auflage 2016, und Mitautor von Hammacher/Steinmann, Kommentar zu ATV DIN 18335, 18360, 18299 Stahlbauarbeiten und Metallbauarbeiten.

Gesamteindruck

(4,1 von 5 Sternen)

Inhalt

(3,9 von 5 Sternen)

Art der Präsentation

(3,9 von 5 Sternen)

Stoffumfang

(3,9 von 5 Sternen)

Seminarunterlagen

(4,1 von 5 Sternen)

Betreuung durch IBR-Seminare

(5,0 von 5 Sternen)
Basierend auf 7 Bewertungen

Termine

Datum
Ort
Referenten
Preis
13.10.2026
Mannheim
Dr. Peter Hammacher

439.00 € (zzgl. MwSt)

Terminart:
Präsenz
Adresse:
IBR-Seminarzentrum
Heinrich-von-Stephan-Straße 3
68161 Mannheim

09:30 - 11:00 Uhr
11:00 - 11:15 Uhr
Kaffeepause
11:15 - 12:45 Uhr
12:45 - 13:45 Uhr
Mittagspause
13:45 - 15:15 Uhr
15:15 - 15:30 Uhr
Kaffeepause
15:30 - 17:00 Uhr

Informationen zum Ablauf:
  • Ausführliche Seminarunterlagen in digitaler Form (ca. ein bis zwei Tage vor dem Seminar)
  • Bei Teilnahme vor Ort: Seminargebühr inkl. Mittagessen mit Softgetränk, Snacks, Tagungs- und Pausengetränke
  • Zertifikate werden im Nachgang per E-Mail versandt
  • Nach dem Seminar werden wir Ihnen per E-Mail unseren Fragebogen zukommen lassen. (Wir freuen uns über jede Rückmeldung)
  • Buchen Sie bis zum: 29.09.2026
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ab 439.00 € (zzgl. MwSt)

(4,2 von 5 Sternen)

Datum
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13.10.2026
Mannheim
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